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Visum für die Einreise nach Deutschland (Symbolfoto) © 123rf.com

Amtliche Statistik

Mehr Menschen aus Nicht-EU-Staaten kommen zur Arbeit nach Deutschland

Die Zahl der Menschen, die aus Nicht-EU-Staaten nach Deutschland zum Arbeiten kommen, ist deutlich gestiegen. Jeder Vierte kommt als Fachkraft und mit einer Blue-Card. Die meisten sind indische Staatsbürger. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor.

Montag, 25.07.2022, 19:30 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 25.07.2022, 13:46 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Zahl der Ausländer, die aus Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU) befristet zum Arbeiten nach Deutschland kommen, ist deutlich gestiegen. Ende 2021 waren im Ausländerzentralregister gut 295.000 Menschen erfasst, die eine befristete Aufenthaltserlaubnis für eine Erwerbstätigkeit hatten, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Damit habe sich deren Zahl innerhalb von zehn Jahren mehr als verdreifacht. Zum Jahresende 2011 seien noch gut 90.500 Menschen mit einem solchen Aufenthaltstitel erfasst gewesen.

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Jeder Vierte Fachkraft

Fast ein Viertel der ausländischen Arbeitskräfte waren Ende des vergangenen Jahres den Angaben zufolge akademische Fachkräfte mit einer sogenannten Blue Card. Voraussetzung für den Erhalt der Blue Card sind ein Hochschulabschluss sowie ein konkretes Arbeitsplatzangebot verbunden mit einem Mindestjahresgehalt von mindestens 56.400 Euro.

In sogenannten Mangelberufen gilt eine geringere Gehaltsgrenze von 43.992 Euro brutto. Ende 2021 arbeitete knapp die Hälfte (48 %) der Personen mit Blue Card in einem Mangelberuf, etwa als Ärzte oder in der IT-Branche.

Inder vorn

Ausländer, die Ende 2021 mit einer Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Erwerbstätigkeit in Deutschland lebten, hatten am häufigsten die indische Staatsangehörigkeit. Elf Prozent waren Staatsangehörige des asiatischen Staates. Auch die Staatsangehörigkeiten der Balkanstaaten Bosnien-Herzegowina (neun Prozent) und Kosovo (sieben Prozent) waren häufig vertreten.

Deutlich größer als die Zahl der Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten ist die all jener Menschen, die aus Staaten innerhalb der EU zum Arbeiten nach Deutschland gekommen sind. Im vergangenen Jahr traf dies auf 1,65 Millionen Menschen hierzulande zu. Auch hier gab es einen Anstieg: Ein Plus von 19 Prozent gegenüber 2017, als diese Daten erstmals erhoben wurden. (epd/mig)

Gesellschaft Leitartikel
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