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US-Schild an der mexikanischen Grenze © de.depositphotos.com

Zum Gipfel

Tausende Migranten auf dem Weg in die USA

Tausende Menschen aus mittelamerikanischen Ländern haben sich auf den Weg Richtung USA gemacht. Grund ist der anstehende Amerikagipfel, wo ein neues Migrationsabkommen vereinbart werden soll. Human Rights Watch fordert Achtung von Menschenrechten.

Dienstag, 07.06.2022, 18:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 07.06.2022, 16:32 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Migranten und Flüchtlinge haben sich am Montag (Ortszeit) von der südmexikanischen Grenzstadt Tapachula aus in einer Karawane auf den Weg Richtung USA gemacht. Der Marsch begann bewusst gleichzeitig mit dem in Los Angeles stattfindenden Amerikagipfel, auf dem ein neues Migrationsabkommen vereinbart werden soll. Man wolle den Staats- und Regierungschefs sagen, dass die Migranten nicht das „Tauschmittel ideologischer oder politischer Interessen“ seien, erklärte der Menschenrechtsverteidiger Luis García Villagrán vor Journalisten.

Die meisten der an dem Marsch Beteiligen stammen aus Venezuela, die anderen aus Mittelamerika, Haiti und Kuba. Viele von ihnen harren seit Monaten in Tapachula nahe der guatemaltekischen Grenze aus und warten vergeblich darauf, dass sie Dokumente für die Weiterreise bekommen. Dadurch sind sie gezwungen, lange Zeit unter schwierigen Bedingungen auf der Straße zu leben.

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In den vergangenen Jahren haben sich immer wieder Migrantenkarawanen auf den Weg durch Mexiko gemacht, um an die US-Grenze zu gelangen. Nach einer Vereinbarung zwischen der mexikanischen und der US-Regierung mit dem Ziel, die Migration in die Vereinigten Staaten einzudämmen, gehen Mexikos Nationalgardisten jedoch scharf gegen die Karawanen vor.

Human Rights Watch: Gewalt beenden

Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ rief die Beteiligten des Amerikagipfels auf, dafür zu sorgen, dass das gewalttätige Agieren der Sicherheitskräfte an der Südgrenze Mexikos beendet wird. Der Gipfel sei eine gute Gelegenheit, um die Menschenrechte in der Migrationspolitik in den Vordergrund zu stellen.

Im Vorfeld des Gipfels war es wegen politischer Differenzen zum Streit zwischen der US-Regierung und mehreren lateinamerikanischen Staatschefs gekommen. Einige Präsidenten haben ihre Teilnahme abgesagt, darunter der mexikanische Staatschef Andrés Manuel López Obrador. Er kritisierte die US-Regierung, die die autoritär geführten sozialistischen Staaten Nicaragua, Venezuela und Kuba nicht eingeladen hatte. (epd/mig)

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