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Jugendliche © State Farm @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Fachverband

Keinen Unterschied zwischen Flüchtlingen machen!

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge appelliert an die Bundesregierung, jungen Geflüchteten aus der Ukraine gezielt zu helfen und dabei keinen Unterschied zwischen den Menschen zu machen. Solidarität, die diskriminiere, sei keine Solidarität.

Donnerstag, 03.03.2022, 5:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 02.03.2022, 17:02 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge appelliert an die Bundesregierung, jugendlichen Flüchtlingen spezielle Hilfen zukommen zu lassen. „Zahlreiche Kinder und Jugendliche verlieren auf der Flucht ihre Familienangehörigen“, erklärte der Verband am Mittwoch in Berlin. „Sie gehören zu einer besonders vulnerablen Gruppe, ihre spezifischen Bedarfe müssen unbedingt beachtet werden.“ Nach Angaben des „Mediendienstes Integration“ haben bereits mehr als 820.000 Menschen die Ukraine gen Westen verlassen.

Europa und Deutschland sollten umgehend alle nötigen solidarischen Maßnahmen zur Aufnahme und Unterstützung flüchtender Menschen mobilisieren, forderte der Bundesverband. Die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass kein Unterschied zwischen flüchtenden Menschen gemacht werde.

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Berichte über rassistische Behandlung an den Grenzen und darüber, dass Menschen die Ausreise aus der Ukraine erschwert wurde, seien besorgniserregend und müssten aufgeklärt werden, fordert der Fachverband. „Es darf kein Unterschied zwischen flüchtenden Menschen gemacht werden. Rassismus und Solidarität schließen einander aus. Eine Solidarität, die diskriminiert, ist keine Solidarität“, heißt es.

Verband mahnt psychologische Hilfe an

In der Ukraine leben zahlreiche Menschen aus nicht-europäischen Herkunftsstaaten. Auch viele von ihnen sind nun vom Krieg betroffen und zur Flucht gezwungen.

Zudem warb der Fachverband für den Aufbau „eines niedrigschwelligen und unbürokratischen Ankommenssystems“. Dieses müsse unbedingt die besonderen Bedarfe begleiteter und unbegleiteter Minderjähriger in den Blick nehmen und wirksam auf sie eingehen. Dazu gehöre die psychische und physische Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen, besonders für Betroffene, die von ihren Familienangehörigen getrennt worden seien. Sie bräuchten dringend spezifische psychosoziale Unterstützungsangebote, hieß es. Zudem müsse die Zusammenführung getrennter Familien und Verwandter prioritär behandelt werden. (epd/mig)

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