Rassismus, Demo, Transparent, Ausländerfeindlichkeit
Das Problem heißt Rassismus (Archivfoto) © strassenstriche.net @ flickr.com (CC 2.0)

„Solidarität. Grenzenlos“

„Wochen gegen Rassismus“ bundesweit mit mehr als 1.200 Aktionen

Die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ werden heute digital eröffnet. Zum Auftakt wird Armin Laschet eine Rede halten. Die von den Vereinten Nationen ausgerufenen Wochen vom 15. bis 28. März stehen unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos“.

Montag, 15.03.2021, 5:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 14.03.2021, 13:33 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Mehr als 1.200 Aktionen finden bundesweit im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 15. bis 28. März statt. Die von den Vereinten Nationen ausgerufenen Aktionswochen setzten unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos“ ein buntes Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung, sagte der Geschäftsführer der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus, Jürgen Micksch, am Sonntag in Darmstadt. Sie werden am Montag digital mit dem CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet als Hauptreferenten eröffnet. An der Eröffnung nimmt auch die Vorsitzende des Stiftungsrates, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne), teil.

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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußerte sich beunruhigt über rassistische Gewalt in seinem Bundesland und forderte mehr Widerstand der Gesellschaft. „Rassismus geht jeden von uns an“, erklärte der Regierungschef in Potsdam. „Wir alle müssen uns für unsere Mitmenschen einsetzen, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion“, sagte er am Sonntag unter Verweis auf die Internationalen Wochen gegen Rassismus“.

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Der neuseeländische Botschafter Rupert Holborow erinnerte in Berlin an den Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch vor zwei Jahren und betonte, wie wertvoll gesellschaftliche Vielfalt sei. Am 15. März 2019 tötete ein Rechtsextremist in der neuseeländischen Stadt 51 Menschen. Der Jahrestag des Anschlags erinnere nach den Worten Holborows „auch daran, dass gute Menschen, anständige Menschen, andere nicht nach einfachen Maßstäben beurteilen, wie zum Beispiel woher sie kommen, welche Hautfarbe sie haben, welcher Religion sie angehören oder welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen“.

Viele Veranstaltungen digital

Ob auf Plakaten in Fenstern, mit Kreide auf der Straße, bei Stadtführungen, auf Bierdeckeln oder digital im Netz: Trotz der Corona-Pandemie machten sich viele Menschen bei den seit 25 Jahren veranstalteten „Wochen gegen Rassismus“ kreativ für mehr Vielfalt, Solidarität und Toleranz stark, sagte Micksch. Die meisten Veranstaltungen fänden digital im Internet statt, darunter Lesungen, Diskussionen, Fotoaktionen, Plakatwettbewerbe, Workshops, Filme, Ausstellungen, Vorträge und ein Comicprojekt. Täglich kämen neue Aktionen hinzu. Jede noch so kleine Aktion habe in der Summe eine große Wirkung. „Alle zusammen können wir dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft menschenfreundlicher wird“, so Micksch.

An den „Wochen gegen Rassismus“ beteiligen sich den Angaben zufolge bundesweit auch mehr als 1.700 Moscheegemeinden und einzelne jüdische sowie christliche Gemeinden. Erstmals wirken die Aleviten mit. Die Religionsgemeinschaften laden sich gegenseitig zu Freitagsgeben, Sabbatfeiern, Gottesdiensten und Zeremonien ein. „Damit tragen sie aktiv dazu bei, Vorurteile abzubauen und Solidarität zu fördern“, sagte Micksch. (epd/mig)

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