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Seebrücke-Demonstration © Seebrücke @ flickr.com (CC 2.0)

"Diskriminierung erlebt?!"

Sachsen startet Antidiskriminierung-Studie

Mit einer Online-Umfrage sollen in Sachsen erstmals verschiedene Formen von Diskriminierung erfasst werden. Ziel der Studie sei es, die Folgen von Diskriminierung abzubilden.

Freitag, 12.03.2021, 5:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 11.03.2021, 16:50 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Sachsen hat eine Studie zu Diskriminierungserfahrungen im Freistaat in Auftrag gegeben. Erstellt wird sie unter dem Titel „Diskriminierung erlebt?!“ bis Ende des Jahres vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung in Berlin. „Diskriminierung wird von einzelnen Menschen erfahren, aber am Ende schwächt sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Sachsens Gleichstellungsministerin Katja Meier (Grüne) am Donnerstag in Dresden zum Start der Online-Umfrage.

Steffen Beigang vom Berliner Forschungszentrum sagte, Ziel der Studie sei es, die Realität und die Folgen von Diskriminierung abzubilden. Dabei sollen auch alltägliche Erfahrungen eingefangen werden. Für Sachsen solle ein landesspezifischer Überblick erstellt und „das ganze Bild erfasst werden“. Dazu würden Betroffene von Diskriminierung zu ihren Erlebnissen detailliert befragt. Eine Repräsentativität nach wissenschaftlichen Vorgaben werde zwar nicht erreicht, weil Teilnehmer zielgerichtet angesprochen würden. Dennoch rechnen die Forscher mit fundierten Aussagen.

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Erfassung erstmals speziell für Sachsen

Die Direktorin des Berliner Forschungszentrums, Naika Foroutan, sagte, erstmals würden speziell für Sachsen verschiedene Formen von Diskriminierung entlang unterschiedlicher Merkmale erfasst. Das gelte etwa für Diskriminierung aufgrund des Alters, einer Behinderung, des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung, aber auch aufgrund der Religion oder aus rassistischen Gründen. Erwartet würden zudem Erkenntnisse zu Diskriminierungen aufgrund des Gewichts, der Lebensweise oder des sozioökonomischen Status.

Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung mit Sitz in Berlin wurde 2017 gegründet. Es forscht zu Integration und Migration sowie zu Konsens und Konflikt, zu gesellschaftlicher Teilhabe und Rassismus. Zudem organisiert es nach eigenen Angaben einen Transfer von wissenschaftlichen Daten. (epd/mig)

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