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Bundeskanzlerin Angela Merkel © bundesregierung.de

Video-Podcast

Merkel zum Jahrestag des Anschlags in Hanau: „Rassismus ist ein Gift“

Bundeskanzlerin Merkel hat anlässlich des ersten Jahrestags des rassistischen Anschlags in Hanau zum Kampf gegen Rechtsextremismus aufgerufen. Hanau sei ein Einschnitt für das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft.

Dienstag, 16.02.2021, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 15.02.2021, 17:48 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem ersten Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau zu einem gemeinsamen Kampf gegen Rechtsextremismus aufgerufen. „Wir müssen alles daran setzen, um dieser verheerenden Ideologie den Boden zu entziehen“, sagte sie am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Gewalttaten wie die Morde von Hanau, der Anschlag von Halle oder der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hätten auf schreckliche Weise vor Augen geführt, was der Rechtsextremismus anrichten könne. „Rassismus ist ein Gift“, sagte Merkel. „Der Hass ist ein Gift.“

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Der Anschlag von Hanau sei ein Einschnitt für das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft und für den Zusammenhalt der Menschen in Deutschland gewesen, sagte die Kanzlerin vor dem Jahrestag am 19. Februar. Alle, die in Deutschland friedlich miteinander leben wollten, stünden geeint gegen den Hass der Rassisten.

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Maßnahmen gegen Rechtsextremismus

Die Bundesregierung setze alles daran, um den Rechtsextremismus einzudämmen, betonte Merkel. Neben der Einsetzung des Kabinettsausschusses zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus, würden inzwischen eine ganze Reihe von konkreten Maßnahmen umgesetzt, etwa die Verbesserung der staatlichen Strukturen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus und mehr Unterstützung für die Opfer rassistischer Diskriminierung. „Wir stellen uns denen, die versuchen, Deutschland zu spalten, mit aller Kraft und Entschlossenheit entgegen“, sagte sie.

In Hanau hatte ein Mann am 19. Februar 2020 neun Menschen aus Einwandererfamilien erschossen und anschließend seine Mutter und sich selbst getötet. (epd/mig)

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  1. Levent Öztürk sagt:

    Rassismus ist Gift. Durch staatliches Wegschauen ermögliche NSU-Serienmorde mit 10 Todesopfern nicht wie bei der Trauerfeier-Rede versprochen aufzuklären aber stattdessen zu verdunkeln sowie die Beweise zu Staatsgehimnissen proklamieren und für 120 Jahre wegsperren und damit alle Rechtsextremisten ermuntern, so dass es zu weiteren fatalen Ereignissen kommt, wie Anschlag in Hanau, Anschlag in Halle, Ermordung von Lübcke oder NSU 2.0 ist das Futter für dieses Gift.