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Kerze (Symbolfoto) © pixel2013 @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Zeichen gegen Antisemitismus

Zehn Meter hoher Chanukka-Leuchter am Brandenburger Tor

Am Donnerstagabend hat das achttägige, jüdische Lichterfest Chanukka begonnen. An einem achtarmigen Chanukka-Leucher vor dem Brandenburger Tor entzündeten Rabbiner feierlich das erste Licht.

Freitag, 11.12.2020, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 10.12.2020, 17:31 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Einer der größten Chanukka-Leuchter Europas leuchtet auch in diesem Jahr vor dem Brandenburger Tor in Berlin. An dem zehn Meter hohen, achtarmigen Leuchter brennt während des achttägigen jüdischen Lichterfestes Chanukka an jedem Abend bei Einbruch der Dunkelheit ein neues Licht. Das erste Licht wurde am Donnerstagabend von den Rabbinern Yehuda Teichtal und Shmuel Segal vom Berliner Jüdischen Bildungszentrum Chabad feierlich entzündet. Mit dabei waren der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Grünen-Chef Robert Habeck. Für die musikalische Umrahmung sorgten die „The Swingin Hermlins“, die Familienband von Pianist und Bandleader Andrej Hermlin.

„Hier am Pariser Platz, der in der Vergangenheit so ein Ort des Hasses und der Dunkelheit war, setzen wir ein Zeichen des Lichtes und der Zuversicht und zeigen, dass es in Deutschland wieder ein lebendiges Judentum gibt“, sagte Rabbiner Teichtal. Berlins Regierender Bürgermeister betonte, „wir sind dankbar und glücklich, dass wir in unserer Stadt die Tradition des Lichterzündens zu Chanukka nunmehr seit 15 Jahren am Brandenburger Tor pflegen können“.

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Zeichen gegen Antisemitismus

Berlin stelle sich damit in eine Reihe mit vielen anderen Städten weltweit, in denen ebenfalls Chanukka-Zeremonien stattfinden und in denen ebenso ein klares Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt werde. Gerade in diesem durch die Pandemie nicht einfachen Jahr sei dieses Zeichen von Hoffnung und Optimismus besonders wichtig, sagte Müller.

Während des achttägigen jüdischen Lichterfestes Chanukka wird bis zum 18. Dezember jeden Tag mit Einbruch der Dunkelheit eine weitere Kerze an dem Leuchter entzündet. Eine neunte Kerze dient dem täglichen Anzünden der anderen Lichter. Neben dem Leuchter am Brandenburger Tor stellte Chabad im Berliner Stadtgebiet 25 weitere Chanukka-Leuchter auf.

Pandemiebedingt ohne Publikum

Das hebräische Wort Chanukka bedeutet Weihung. Mit dem Lichterfest feiern Juden den Sieg der Makkabäer über die syrischen Armeen im Jahr 164 vor Christus und die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels. Weil damals das ewige Licht im Tempel wie durch ein Wunder acht Tage lang gebrannt haben soll, wird an dem Leuchter jeden Tag eine weitere Kerze angezündet.

Wegen der Corona-Pandemie fand die Feier dieses Jahr ohne Publikum statt und wurde auf der Facebook-Seite des Bildungszentrums live gestreamt. (epd/mig)

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