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Rassismus-Umfrage

Mehrheit der Deutschen gegen Umbenennung von Betrieben

Sollen Betriebe mit als rassistisch wahrgenommenen Namen umbenannt werden? Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dagegen. Am ehesten sind Grünen-Wähler für eine Umbenennung, am seltensten AfD-Anhänger.

Mittwoch, 12.08.2020, 5:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 11.08.2020, 16:53 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Eine klare Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage dagegen, Betriebe mit als rassistisch wahrgenommenen Namen umzubenennen. Insgesamt 72,1 Prozent der Befragten sprechen sich gegen Namensänderungen aus, nur 18,1 Prozent dafür, wie die „Augsburger Allgemeine“ unter Berufung auf eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey berichtete. Die übrigen 9,8 Prozent der Befragten seien unentschieden.

Im Zuge der Rassismusdebatte wird verstärkt über eine mögliche Umbenennung von Straßen, Restaurants oder Apotheken diskutiert, die etwa das Wort „Mohr“ im Namen tragen. In Augsburg hatte sich vergangene Woche das Hotel „Drei Mohren“ in „Maximilian’s“ umbenannt.

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In der Umfrage zeigten sich dem Bericht zufolge Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Jüngere plädierten tendenziell eher für Umbenennungen als Ältere. Auch in der jüngsten abgefragten Gruppe zwischen 18 und 29 Jahren seien jedoch mehr als 60 Prozent der Befragten gegen neue Namen.

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Grüne am ehesten für Umbenennung

Auch an den Parteilinien sind Unterschiede festzustellen, wie es weiter hieß. Bei den Grünen-Wählern sprechen sich 47,2 Prozent der Befragten gegen Umbenennungen aus, 38,6 Prozent der Befragten sind dafür. Bei AfD-Anhängern hingegen halten es 1,5 Prozent für richtig, als rassistisch wahrgenommene Namen zu ersetzen, 97,6 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Civey zählt den Angaben zufolge für seine repräsentativen Umfragen nur die Antworten registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung gewichtet. Für die Frage wurden die Antworten von 5.063 Teilnehmern aus dem Zeitraum vom 6. bis 10. August berücksichtigt. (epd/mig)

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