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Flüchtlinge, Mittelmeer, Schlauchboot, Rettung, Flucht, Migration
Gefährliche Überfahrt nach Europa im Mittelmeer © csdp.eeas @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Abschreckung ohne Wirkung

Mehrere Flüchtlingsboote erreichen Lampedusa innerhalb einer Nacht

Die von der EU erhoffte Abschreckungswirkung durch die Einstellung von staatlicher Seenotrettung bleibt offenbar aus. Acht Flüchtlingsboote haben in nur einer Nacht die italienische Insel Lampedusa erreicht. Das Aufnahmezentrum der Insel ist mehrfach überfüllt.

Dienstag, 04.08.2020, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 03.08.2020, 15:43 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Innerhalb einer Nacht haben 200 Flüchtlinge in acht Booten Lampedusa erreicht. Die Hälfte von ihnen habe aus eigener Kraft den Hafen der Insel erreicht, die andere Hälfte sei von örtlichen Einsatzkräften auf dem offenen Meer gerettet worden, berichtete der italienische Rundfunk am Montag.

Das über knapp 100 Plätze verfügende Aufnahmezentrum der italienischen Ferieninsel ist seither mit knapp 1.000 Migranten erneut überfüllt. Für den Abend wurde mit der Ankunft eines Quarantäne-Schiffs für Bootsflüchtlinge gerechnet. Die italienischen Behörden brachten unterdes 300 Flüchtlinge mit einer öffentlichen Fähre nach Porto Empedocle auf Sizilien.

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Angst vor Corona

Nachdem mehrere Flüchtlinge die Quarantäne in einem Aufnahmezentrum mit positiv getesteten Mitbewohnern vorzeitig verließen, steigt in Italien die Angst vor einer Einschleppung des Coronavirus durch Migranten. Wegen guter Wetterbedingungen erreichten in den vergangenen Tagen vermehrt Boote von Tunesien aus Lampedusa.

Derweil ringt die Europäische Union um eine gemeinsame Linie in der Flüchtlingspolitik. Die erhoffte Abschreckungswirkung durch die Einstellung staatlicher Seenotrettung ist bisher ausgeblieben. Auch das Festsetzen privater Seenotretter und ihrer Schiffe zeigt keine Wirkung. (epd/mig)

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