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Baby © Irina Murza on Unsplash

Amtliche Statistik

Jeder vierte Neugeborene hat ausländischen Pass

Von den gut 778.000 Neugeborenen im Jahr 2019 hatten rund 190.000 einen ausländischen Pass. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Das entspricht einer Quote von knapp 25 Prozent.

Donnerstag, 30.07.2020, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 29.07.2020, 14:53 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in Deutschland ist auf 1,54 gesunken. Zugleich war die Zahl der geborenen Kinder im vergangenen Jahr mit rund 778.100 Babys um 9.400 niedriger als im Jahr 2018, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Damit lag die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer im Jahr 2019 bei 1,54 Kindern je Frau, ein Jahr zuvor betrug sie noch 1,57 Kinder. Einen Rückgang der Geburtenziffer verzeichnet das Statistikamt auch bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Hier sank die Ziffer von 2,12 auf 2,06 Kinder je Frau.

Nach Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) war die Geburtenziffer in Deutschland im Jahr 2018 mit 1,57 Kindern je Frau etwas höher als im EU-Durchschnitt (1,55 Kinder je Frau). Deutschland lag damit in der EU auf dem 13. Platz. Die höchste Geburtenziffer wurde mit 1,88 Kindern je Frau in Frankreich und die niedrigste mit 1,23 Kindern je Frau auf Malta gemessen.

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Zahl türkischer Neugeborener rückläufig

Wie aus den Daten des Statistikamtes in Wiesbaden außerdem hervorgeht, hatten von den 778.100 Babys bei Geburt rund 189.700 keine deutsche Staatsbürgerschaft. Das entspricht einer Quote von 24,3 Prozent. Von ihnen hatten 19.600 die türkische Staatsbürgerschaft, gefolgt von Polen (10.900) und Italien (6.800). Die Zahl der Neugeborenen mit türkischer Staatsbürgerschaft geht seit dem Hoch aus dem Jahr 1997 mit 48.900 Babys kontinuierlich runter.

Seit 1.1.2000 erwirbt ein Kind ausländischer Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit bei Geburt, wenn ein Elternteil seinen gewöhnlichen rechtmäßigen Aufenthalt seit 8 Jahren in Deutschland hat und eine Niederlassungserlaubnis besitzt.

Geburtenziffer bundesweit rückläufig

Die Geburtenziffer nahm in 14 der insgesamt 16 Bundesländer ab. Lediglich in Bayern und Bremen blieb sie unverändert auf dem Vorjahresniveau. In Bremen und Niedersachsen war die Geburtenhäufigkeit mit 1,6 Kindern je Frau am höchsten. Berlin war dagegen mit 1,41 Kindern je Frau das Land mit der niedrigsten Geburtenziffer.

Im Jahr 2019 waren Mütter bei der Erstgeburt im Durchschnitt 30,1 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor lag das Durchschnittsalter bei Geburt des ersten Kindes noch bei 28,8 Jahren. (epd/mig)

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