Seenotrettung, Flüchtlinge, Mittelmeer, Alan Kurdi, Sea Eye, Schiff, Boot
Rettungsschiff Alan Kurdi im Mittelmeer © Sea Eye/Fabian Heinz

Wieder im Einsatz

„Sea-Watch 3“ rettet 100 Flüchtlinge im Mittelmeer

Die "Sea-Watch 3" hat 30 Seemeilen vor der libyschen Küste rund 100 Migranten aus Seenot gerettet - darunter Frauen und Minderjährige. Das Rettungsschiff ist seit dem Corona-Shutdown erstmals wieder im Einsatz.

Donnerstag, 18.06.2020, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 17.06.2020, 17:32 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Nach mehr als drei Monaten Zwangspause hat die „Sea-Watch 3“ knapp 30 Seemeilen vor der libyschen Küste rund 100 Migranten aus Seenot gerettet, darunter Frauen und Minderjährige. Mehrere der Geretteten hätten an Bord des Rettungsschiffs umgehend medizinische Hilfe erhalten, teilte Sea-Watch am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Unterdessen entdeckte ein Suchflugzeug der deutschen Hilfsorganisation vor der libyschen Küste ein weiteres in Seenot geratenes Boot mit etwa 70 Menschen an Bord.

Anzeige

Drei Tage nach einem Bootsunglück mit mutmaßlich elf Toten wurde am Strand der libyschen Küstenstadt Sorman östlich von Zuwara die Leiche eines wenige Monate alten Babys gefunden. Ein vom italienischen Online-Nachrichtendienst „Mediterraneo“ veröffentlichtes Foto zeigt den noch in einem Strampelanzug steckenden leblosen Körper nach der Bergung durch Einsatzkräfte des Roten Halbmonds.

___STEADY_PAYWALL___

Das Seenotrettungsschiff „Sea-Watch 3“ war vor wenigen Tagen vom italienischen Messina aus in Richtung libyscher Küste gefahren und patrouillierte zwischen Libyen und Malta. Nach einem Rettungseinsatz im Februar stand das Schiff zunächst zwei Wochen unter Quarantäne. Als die „Sea-Watch 3“ wieder bereit zum Auslaufen war, bremste der Corona-Lockdown die Retter aus.

„Nach der willkürlichen Blockade der #AlanKurdi und der #AitaMari durch it. Behörden sowie erheblichen logistischen Schwierigkeiten durch #Covid_19 ist die #SeaWatch3 seit über acht Wochen das erste Rettungsschiff an der tödlichsten Grenze der Welt“, schreibt die Crew im Kurznachrichtendienst. (epd/mig)

Zurück zur Startseite
UNTERSTÜTZE MiGAZIN! (mehr Informationen)

Wir informieren täglich über Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Um diese Qualität beizubehalten und den steigenden Ansprüchen an die Themen gerecht zu werden bitten wir dich um Unterstützung: Werde jetzt Mitglied!

MiGGLIED WERDEN
MiGLETTER (mehr Informationen)

Bestelle jetzt den kostenlosen MiGAZIN-Newsletter:

Auch interessant
MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)