Einbürgerungsurkunde, Einbürgerung, Bundesrepublik Deutschland
Einbürgerungsurkunde © MiG

EU-Statistik

Einbürgerungen im EU-Raum weiter rückläufig

EU-Staaten bürgern immer weniger Ausländer ein. Laut Eurostat schöpft Schweden das Einbürgerungspotenzial am besten aus. Deutschland rangiert nur auf einem unterdurchschnittlichen 19. Platz.

Donnerstag, 18.06.2020, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 17.06.2020, 17:18 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bürgern immer weniger Menschen ein. Im Jahr 2018 wurden rund 672.300 Personen eingebürgert. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das ein deutlicher Rückgang. 2017 lag diese Zahl noch bei 700.600 Personen, ein Jahr zuvor bei knapp 844.000. Das geht aus Eurostat-Zahlen hervor. Danach waren 13 Prozent der Eingebürgerten bereits zuvor Bürger eines anderen EU-Mitgliedstaats.

Die größte Gruppe, die eine EU-Staatsbürgerschaft erwarb, waren Marokkaner (67.200 Personen). 84 Prozent von ihnen erwarben die Staatsbürgerschaft von Spanien, Italien oder Frankreich. Die zweitgrößte Gruppe bildeten Albaner (47.400). Sie ließen sich fast ausschließlich in Griechenland oder Italien einbürgern. An dritter Stelle folgten Personen aus der Türkei (28.400), von denen über 59 Prozent die deutsche Staatsbürgerschaft erwarben.

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Schweden Top, Deutschland Flop

Wie Eurostat weiter mitteilt, verlieh mit 116.800 Einbürgerungen Deutschland EU-weit die meisten Staatsbürgerschaften. Das entspricht 17 Prozent aller Einbürgerungen im EU-Raum. Es folgten Italien und Frankreich mit jeweils knapp über 110.000 und Spanien mit 90.800 Einbürgerungen.

Das Potenzial er möglichen Einbürgerungen erschöpft EU-weit jedoch Schweden am besten. Dort ließen sich 7,2 Prozent aller Ausländer einbürgern. Es folgten Rumänien (5,6 Prozent) und Portugal (5,1 Prozent). Am anderen Ende der Skala sind Estland und Tschechien mit einer Einbürgerungsquote von je 0,4 Prozent aufgeführt.

Der EU-Durchschnitt liegt bei 2,1 Prozent. Deutschland rangiert bei der Einbürgerungsquote mit einem Wert von 1,4 Prozent auf einem unterdurchschnittlichen 19. Platz – knapp vor Bulgarien und Slovakei. (mig)

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