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Potsdam

Integrationsbeauftragte startet Modellprojekt für weltoffene Kommunen

Ein neu aufgelegtes bundesweites Modellprojekt soll die Integration von Einwanderern fördern. Den Startschuss machte Integrationsbeauftragte Widmann-Mauz in Potsdam als erste offizielle „weltoffene Kommune“.

Mittwoch, 06.11.2019, 5:19 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 07.11.2019, 17:05 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam ist die erste offizielle „weltoffene Kommune“ in Deutschland. Eine Vereinbarung zum Start des Modellprojekts für eine bessere Integration von Einwanderern wurde am Dienstag in Potsdam von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) und der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), unterzeichnet. Bundesweit können sich 40 Kommunen an dem Modellprojekt beteiligen.

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Die nächste Vereinbarung soll in Mannheim in Baden-Württemberg unterzeichnet werden, hieß es. Auch Frankfurt am Main habe bereits Interesse an dem Projekt „Weltoffene Kommunen – vom Dialog zum Zusammenhalt“ signalisiert. In Potsdam sei zunächst ein „Selbstcheck“ der Verwaltung zum Thema Integration geplant, sagte Schubert. Im Kern geht es darum, Kommunen bei ihrem Engagement für Integration zu stärken und für Fachkräfte aus dem Ausland attraktiv zu machen.

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„Herz der Integration schlägt in den Kommunen“

Widmann-Mauz betonte bei der Unterzeichnung in Potsdam: „Das Herz der Integration schlägt in den Kommunen.“ Ziel des Modellprojekts sei auch, Ehrenamtliche zu unterstützen und ihnen den Rücken zu stärken. Immer wieder würden Verantwortungsträger und Engagierte vor Ort angefeindet und massiv bedroht, sagte sie der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“: „Der Kommunalpolitiker Walter Lübcke wurde vor wenigen Monaten kaltblütig ermordet.“

Es sei wichtig, die Verantwortlichen an der Basis nicht im Stich zu lassen, sagte Widmann-Mauz der Zeitung. Die jüngsten Morddrohungen gegen Grünen-Politiker seien Angriffe auf die Demokratie, erklärte die Integrationsbeauftragte: „Genau solche feigen Drohungen treffen nicht nur Politiker, sondern viele Haupt- und Ehrenamtliche, die sich vor Ort für Zusammenhalt einsetzen.“ (epd/mig)

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  1. Gerrit sagt:

    Ich begrüße jede Initiative, die der Integration dient. Und es würde mich freuen, wenn „meine“ Kommune ähnliche Schritte gehen würde.

    ABER: Bevor man großartig Seminare etc. veranstaltet von dann überwiegende Offiziellen, sollte man erst einmal die Erfahrungen der
    vielen tausend Ehrenamtlichen einholen und vor allem auch berücksichtigen/reagieren. Ein Großteil der bestehenden Probleme könnte relativ einfach abgestellt werden.

    Hoffen wir mal, daß der o.e. „Selbstcheck“ dazu beiträgt.