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Blut (Symbolfoto) © limonada @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Chemnitz

Neonazis verletzen iranischen Wirt

In Chemnitz haben mutmaßliche Rechtsextremisten einen persischen Restaurantbetreiber verletzt. Einer der Angreifer soll den Hitlergruß gezeigt haben. Die Ermittlungen führt das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum.

Donnerstag, 11.10.2018, 5:25 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 18.10.2018, 17:49 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Nach dem mutmaßlich rechtsradikalen Angriff auf den Inhaber eines persischen Restaurants in Chemnitz am Sonntagabend sucht die Polizei nach Zeugen. Nach bisherigen Erkenntnissen wird nach drei tatverdächtigen Männern gefahndet, wie die sächsische Polizei am Mittwoch in sozialen Netzwerken mitteilte. Die Ermittlungen führt demnach das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum beim sächsischen Landeskriminalamt.

Laut Polizei trugen die drei Unbekannten Motorradkleidung und -helme, als sie am späten Sonntagabend das Lokal „Safran“ betraten. Dort hätten sie Inventar auf den 52 Jahre alten, iranischen Inhaber Masoud H. geworfen. H. wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

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Der Chemnitzer „Freien Presse“ sagte H., die Männer hätten ihm mit dem Knie in den Bauch getreten. Zudem habe er eine Platzwunde am Kopf davongetragen. Einer der Angreifer habe den Hitlergruß gezeigt. „Gott sei Dank waren keine Gäste mehr da“, sagte H. Jedoch seien seine Frau und zwei Freunde in der Küche gewesen. Um die Angreifer zu vertreiben, habe er ihnen auf Deutsch zugerufen, sie sollten „die Pistole bringen“. Daraufhin seien die Männer geflohen. Wie H. der Zeitung sagte, besitzt er „natürlich“ keine Waffe.

Mehrfach Ziel von Angriffen

Dem Bericht zufolge lag der 52-Jährige auch am Dienstag noch im Krankenhaus. Er ist demnach seit fünf Jahren in Deutschland. Das Lokal betreibe er seit sieben Monaten, seither sei es bereits mehrfach Ziel von Sachbeschädigungen und rechtsextremen Schmierereien geworden.

Chemnitz steht seit mehreren Wochen wegen ausländerfeindlicher Übergriffe im Fokus. Während rechtsmotivierter Ausschreitungen Ende August und Anfang September hatte es unter anderem eine Attacke auf den Betreiber eines jüdischen Restaurants und sein Lokal gegeben. (epd/mig)

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