Hakenkreuz an der Tür (Symbolfoto) © DortmundQuer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Hakenkreuz an der Tür (Symbolfoto) © DortmundQuer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Ermittlungen eingestellt

Rassistisch motivierte Straftaten auf Restaurants bleiben folgenlos

Zwei mutmaßlich rassistisch motivierte Angriffe auf Restaurants in Chemnitz bleiben für die Täter folgenlos. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt. Es gebe keine Hinweise auf Täter.

Freitag, 01.03.2019, 5:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 04.03.2019, 14:06 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Fünf Monate nach mutmaßlich rassistisch motivierten Angriffen auf zwei persische Restaurants in Chemnitz sind die Ermittlungen eingestellt worden. Wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Donnerstag mitteilte, gibt es in beiden Fällen keine Hinweise auf die Täter. Zeugen konnten den Angaben zufolge nicht ermittelt werden.

Im vergangenen Oktober hatten unbekannte Täter den Inhaber der iranischen Gaststätte „Safran“ schwer verletzt, indem sie ihn mit Gegenständen bewarfen. Wenige Tage zuvor war sein Lokal mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Ermittelt wurde wegen gefährlicher Körperverletzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

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Ermittlungen erfolglos

Die Täter hätten Motorradhelme und Handschuhe getragen, hieß es. Weder konnten der Staatsanwaltschaft zufolge der Geschädigte und die anwesenden Zeugen Hinweise auf die Identität geben noch wurden auswertbare objektive Spuren gesichert.

Im zweiten Fall hatten unbekannte Täter in der Nacht zum 23. September an dem persischen Restaurant „Schmetterling“ in Chemnitz mehrere Scheiben beschädigt. Es lägen keine auswertbaren Spuren, etwa DNA und Fingerabdrücke, oder andere objektive Beweismittel vor, hieß es. Die Ermittlungen wurden wegen Sachbeschädigung geführt.

Weiterer Fall

Erkenntnisse, dass die Taten gegen die Gaststätten im Zusammenhang stehen, gebe es derzeit nicht. Sollten sich neue Ermittlungsansätze ergeben, würden die Verfahren wieder aufgenommen und fortgeführt.

Indes werde in einem dritten Fall weiter ermittelt. Es handelt sich den Angaben zufolge um den Angriff auf das türkische Restaurant „Mangal“ im Oktober. Es bestehe der Verdacht der schweren Brandstiftung. (epd/mig)

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