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UN-Flüchtlingspreis

Dr. Atar, Beispiel für „Menschlichkeit und Selbstlosigkeit“

Ein leuchtendes Beispiel für "Menschlichkeit und Selbstlosigkeit". Der Mediziner Evan Atar Adaha erhält den diesjährigen Nansen-Preis für sein herausragendes Engagement für Menschen auf der Flucht im Südsudan und im Sudan.

Mittwoch, 26.09.2018, 5:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 27.09.2018, 17:32 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Der Mediziner Evan Atar Adaha aus dem Südsudan wird vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mit dem diesjährigen Nansen-Preis geehrt. Der als Dr. Atar bekannte Chirurg werde für sein herausragendes Engagement für Menschen auf der Flucht im Südsudan und im Sudan geehrt, teilte das UNHCR am Dienstag in Genf mit. Die jahrzehntelange Arbeit Dr. Atars sei „heldenhaft“ und ein leuchtendes Beispiel für „Menschlichkeit und Selbstlosigkeit“, lobte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Filippo Grandi.

Evan Atar Adaha leitet den Angaben nach das einzige funktionierende Krankenhaus im nordwestlichen Bundesstaat Upper Nile des Konfliktlandes Südsudan. Das Hospital bietet demnach rund 200.000 Menschen medizinische Dienste an, unter den Patienten seien viele Flüchtlinge. Dr. Atar und sein Team operierten mehrere Dutzend Mal pro Woche, unter sehr schwierigen Bedingungen. Das Krankenhaus sei stets überfüllt, so dass viele Menschen unter freiem Himmel untergebracht seien.

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4,5 Millionen Südsudanese auf der Flucht

Im Südsudan herrscht seit Ende 2013 ein Bürgerkrieg zwischen Regierung und Rebellen. Jüngst einigten sie sich auf ein Friedensabkommen, das aber brüchig ist. Zehntausende Menschen wurden getötet, rund 4,5 Millionen Südsudanese sind auf der Flucht. Der Nansen-Preis soll am 1. Oktober in Genf an Dr. Atar übergeben werden.

Namensgeber des Preises ist der erste internationale Hochkommissar für Flüchtlinge, der Norweger Fridtjof Nansen. Er arbeitete in den 1920er Jahren für den Völkerbund. Mit dem Nansen-Flüchtlingspreis werden seit 1954 Menschen oder Organisationen geehrt, die sich besonders um Flüchtlinge und ihre Belange verdient gemacht haben. Seit 1979 kann der Preisträger ein Flüchtlingsprojekt bestimmen, dem 100.000 US-Dollar Preisgeld zukommen. (epd/mig)

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