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Die italienische Flagge © greghristov @ pixabay.com (CC0), bearb. MiG

Italien

Innenminister nennt gerettete Flüchtlinge „Ladung Menschenfleisch“

Erneut sorgt der italienische Innenminister Salvini international für Schlagzeilen. Jetzt bezeichnete er gerettete Flüchtlinge als "Menschenfleisch". Zuletzt hatte er angekündigt, Sinti und Roma im Land zählen zu lassen.

Freitag, 22.06.2018, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 25.06.2018, 0:36 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Der italienische Innenminister Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Lega verweigert der deutschen Hilfsorganisation „Lifeline“, deren Schiff vor der libyschen Küste 250 Flüchtlinge gerettet hat, das Anlegen in italienischen Häfen. Italien werde die Besatzung „nur auf der Postkarte“ zu sehen bekommen, teilte er in einem am Donnerstag auf Facebook verbreiteten Video mit. In dem an seinem Schreibtisch im Innenministerium aufgenommenen Video nannte der Politiker von der rechtspopulistischen Lega die geretteten Flüchtlinge „Menschenfleisch“.

Die „Lifeline“ habe gegen die Anweisungen der libyschen Küstenwache gehandelt, als sie die Migranten an Bord nahm, betonte der Innenminister und stellvertretende Ministerpräsident in seiner Botschaft. Da sie unter niederländischer Flagge fahre, müsse die „Lifeline“ sich einen Hafen in ihrem Heimatland suchen. Das Schiff habe die Migranten nicht an Bord nehmen dürfen, da es nicht über die nötige Ausrüstung verfüge. Salvini hatte bereits am 17. Juni angekündigt, keine Flüchtlingsschiffe mehr in die Häfen seines Landes zu lassen.

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Noch vor wenigen Tagen hatte der italienische Vize-Regierungschef Salvini Empörung ausgelöst. Er hatte angekündigt, die Sinti und Roma im Land zählen zu lassen. Nach scharfer nationaler und internationaler Kritik ruderte er zurück. (epd/mig)

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MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)

  1. Ute Plass sagt:

    Ein Salvini, (und nicht nur dieser), bringt zum Ausdruck, was der Philosoph u. Mitbegründer der Frankfurter Schule, Theodor W. Adorno, mit seiner Aussage meinte, die sinngemäß lautete:

    „Die Verhältnisse und das Denken, welches zu Auschwitz führte, dauern fort“.