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Baby (Symbolfoto) © Gonzalo Merat auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Gesellschaft für deutsche Sprache

Leyla und Mohammed beliebteste türkisch-arabische Vornamen in Deutschland

Leyla und Mohammed waren 2017 die beliebtesten türkisch-arabischen Vornamen in Deutschland. Unter den deutschen Namen belegten Marie und Maximilian die Spitzenplätze.

Freitag, 04.05.2018, 5:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 07.05.2018, 21:47 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Leyla und Mohammed waren 2017 die beliebtesten türkisch-arabischen Vornamen in Deutschland. Das teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache am Donnerstag in Wiesbaden mit. Während bei den Jungen der Vorname Mohammed seinen Spitzenplatz vom Vorjahr verteidigen konnte, landete der beliebteste Vorname des Jahres 2016 bei den Mädchen, Elif, nur noch auf Platz zwei.

Bei den türkisch-arabischen Mädchennamen lagen im vergangenen Jahr Nur oder Nour mit auf dem dritten Platz vor Amira, Aliyah und Amina auf den Rängen vier bis sechs. Die Plätze sieben bis zehn belegten Zeynep, Melek, Fatima und Median. Bei den Jungennamen wurde Ali am zweithäufigsten vergeben, Malik landete auf Rang drei. Auf Rang vier bis zehn folgten Emir, Yusuf, Ilyas, Amir, Ahmet, Hamza und Can.

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Unter den deutschen Namen belegten 2017 Marie und Maximilian die Spitzenplätze. Die Gesellschaft für deutsche Sprache stützt seine Auswertung auf Daten von bundesweit 700 Standesämtern mit mehr als einer Million Namen.

Batman und Pinocchio abgelehnt

In der Top-10-Liste der beliebtesten Mädchennamen sind außerdem Sophie/Sofie, Maria, Sophia/Sofia, Emilia, Emma, Hannah/Hanna, Anna, Mia und Luisa/Louisa. Bei den Jungennamen wurde Alexander am zweithäufigsten vergeben, Paul landete auf Rang drei. Auf Rang vier bis zehn folgten Elias, Ben, Noah, Leon, Louis/Luis, Jonas und Felix.

Vergeben wurden den Angaben zufolge 2017 auch die Vornamen Cartier, Pacino und Chaplin; abgelehnt wurden hingeben Lucifer, Batman, vom Meer und Pinocchio.

Unterschiede im Regionenvergleich

Deutliche Unterschiede zeigten sich im Regionenvergleich, wie die Sprachgesellschaft weiter mitteilte. So basiere die Vornamengebung teilweise auf regionalspezifischen Aspekten wie Tradition, nachbarschaftlichen Einflüssen und Streben nach Veränderung. Im Süden lägen Maria, Anna, Lea, Maximilian, Lukas und Jakob vorne, im Norden Finn, Emil, Ida, Lina und Frieda. Im Osten wende man sich wieder „Großmutters Zeiten“ zu und vergebe vermehrt alte Namen wie Charlotte, Klara, Ella, Oskar, Karl, Emil oder Friedrich. Insgesamt gesehen bekämen die Vornamen einen immer weicheren, androgynen Klang.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache veröffentlicht die Übersicht der beliebtesten Vornamen seit 1977. In diesem Jahr waren mehr als 65.000 verschiedene Namen gemeldet worden. (epd/mig)

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