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Integrationskurs © cdsessums auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

BAMF

Warten auf Integrationskurs doppelt so lange wie geplant

Die Wartzeit auf einen Integrationskurs betrug im vergangenen Jahr mehr als drei Monate. Damit verfehlt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sein selbst gestecktes Ziel von sechs Wochen deutlich. Auch andere Ziele wurden nicht erreicht.

Donnerstag, 18.01.2018, 6:25 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 23.01.2018, 17:20 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verfehlte im vergangenen offenbar seine Ziele bei der Integration, zu der etwa der Spracherwerb gehört. So ist die Wartezeit für Integrationskurse im Laufe des Jahres bis auf 12,5 Wochen angestiegen, wie Medien unter Berufung auf die Behörde berichteten. Das Bundesamt lag demnach Ende 2017 weit hinter seinem Anfang des Jahres selbst gesteckten Ziel von sechs Wochen. Im Januar hatte die durchschnittliche Wartezeit noch bei 10,9 Wochen gelegen.

BAMF-Präsidentin Jutta Cordt hatte die Integration von Geflüchteten mit Bleibeperspektive in der Vergangenheit als eine „zentrale Aufgabe“ bezeichnet. Eine Sprecherin sagte, man müsse „noch besser darin werden, die Menschen schneller und gezielter in die Integrationskurse zu bringen“. Die Wartezeit bis Kursbeginn müsse und werde reduziert, damit ein Zugang nach spätestens sechs Wochen sichergestellt sei.

Weitere Zielmarken verfehlt

Die Nürnberger Behörde, die dem Bundesinnenministerium unterstellt ist, arbeitet nach eigenen Angaben an einer Umstellung beim Zugang zu den Kursen. Der Gruppe von Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive solle bereits nach der Antragsstellung die „Zuweisung“ in einen Kurs ermöglicht werden, hieß es. Zum Integrationskurs gehören ein Sprachkurs und ein Orientierungskurs, in dem es um die deutsche Rechtsordnung, Geschichte und Kultur sowie um Werte geht.

Abgesehen von der durchschnittlichen Wartezeit für die Kurse hat das Bundesamt für Migration Medienberichten zufolge auch andere Zielmarken noch nicht erreicht. So sollten 2017 insgesamt 430.000 Personen an Integrationskursen teilnehmen. Bis Mitte Dezember waren es allerdings nur etwas mehr als 280.000 neue Teilnehmer. (epd/mig)

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