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Denkmal in Berlin für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma © rosmary @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Uni-Heidelberg

Bundesweit erste Forschungsstelle Antiziganismus eröffnet

Baden-Württemberg eröffnet an der Universität Heidelberg die bundesweit erste Forschungsstelle für Antiziganismus. Die Forschungsstelle soll sich mit Ursachen, Formen und Folgen des Antiziganismus vom Mittelalter bis in die Gegenwart beschäftigen.

Montag, 31.07.2017, 4:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 31.07.2017, 15:10 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Universität Heidelberg hat die eigenen Angaben zufolge bundesweit erste Forschungsstelle für Antiziganismus eröffnet. Die Erkenntnisse der Forscher sollten – auch präventiv – antiziganistischen Einstellungen entgegentreten.

„Mit der Förderung der Forschungsstelle Antiziganismus setzen wir ein Zeichen – gegen das Schweigen, für die Aufklärung. Damit wird das Land auch seiner historischen Verpflichtung den Sinti und Roma gegenüber gerecht“, so die Wissenschaftsministerin von Baden-Württemberg, Theresia Bauer (Grüne).

Ursachen und Folgen des Antiziganismus

Die Forschungsstelle werde sich mit Ursachen, Formen und Folgen des Antiziganismus vom Mittelalter bis in die Gegenwart beschäftigen. Der Leiter der Stelle sowie zwei Forscher bieten auch Lehrveranstaltungen an. Des Weiteren würden zwei Promotionsstipendien vergeben. Unter Antiziganismus wird die Diskriminierung und Ausgrenzung von Sinti und Roma verstanden.

Die neue Einrichtung wird aus Mitteln des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums finanziert. Grundlage für die Einrichtung der Forschungsstelle ist ein Staatsvertrag zwischen dem Verband der Sinti und Roma Landesverband Baden-Württemberg (VDSR) und dem Land Baden-Württemberg aus dem Jahr 2013. (epd/mig)

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