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Flüchtling, Frau, Kind, Zelt, Fenster
Flüchtlinge © European Commission DG ECHO @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Studie

UN warnen vor sexueller Ausbeutung von Flüchtlingsfrauen

Einer aktuellen Untersuchung zufolge werden Frauen bei der Flucht nach Europa immer häufiger Opfer sexueller Gewalt. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR schlägt Alarm.

Dienstag, 04.07.2017, 4:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 08.01.2020, 15:43 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Weibliche Flüchtlinge und Migranten werden auf ihrem Weg von Afrika nach Europa nach UN-Angaben immer öfter das Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung. Viele von ihnen fielen in die Hände von Menschenhändlern und Zuhältern, erklärte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Montag in Genf.

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Unter den Opfern fänden sich besonders viele Frauen aus Nigeria und Kamerun, heißt es in einer Studie des UNHCR über Flüchtlinge und Migranten in Libyen. Allerdings nennt das Hilfswerk keine Zahlen zu den ausgebeuteten Frauen. Libyen gelte als die zentrale Anlaufstelle für Menschen, die per Boot nach Europa wollten.

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Laut der Erhebung, die auf Interviews und Befragungen beruht, bilden junge Männer die größte Gruppe unter den Flüchtlingen und Migranten in Libyen. Vier von fünf der Reisenden seien männlich, sie hätten ein Durchschnittsalter von 22 Jahren. Weiter ist die Rede von einem großen Anteil unbegleiteter Flüchtlingskinder, die von Libyen nach Europa reisen. Unter den in Europa angekommenen Flüchtlingen und Migranten stellten Kinder ohne Begleitung einen Anteil von 14 Prozent.

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Zahl der Flüchtlinge gestiegen

Zudem heißt es in der Untersuchung, dass die Hälfte der Flüchtlinge und Migranten in Libyen keine oder nur eine geringe formale Bildung aufzuweisen habe. Die meisten der Menschen stammten aus anderen afrikanischen Ländern wie Niger, Nigeria und Somalia. Aber auch Syrer und Afghanen gelangten nach Libyen.

Den Angaben zufolge ist die Zahl der Flüchtlinge und Migranten, die von Libyen über die sogenannte zentrale Mittelmeerroute nach Europa gelangten, in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Im Jahr 2012 waren es laut UNHCR rund 15.100 Menschen. Im Jahr 2016 seien es 181.000 Menschen gewesen, teilte das Hilfswerk mit. (epd/mig)

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