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Ein brennendes Haus (Symbolfoto) CoreForce @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Bedrohliche Entwicklung

Anzahl rechter Straf- und Gewalttaten auf Rekordhoch

Rechtsextreme Straftaten haben im Jahr 2015 einen neuen Höchststand erreicht. Sorge bereitet Bundesinnenminister de Maiziére der Anstieg von Gewalttaten. Zugenommen haben insbesondere Angriffe auf Flüchtlinge.

Dienstag, 24.05.2016, 8:25 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 30.05.2016, 15:54 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Zahl rechtsextrem motivierter Straf- und Gewalttaten hat 2015 einen neuen Höchststand erreicht. Wie aus der am Montag in Berlin vorgestellten Statistik politisch motivierter Kriminalität hervorgeht, registrierte die Polizei fast 23.000 rechte Straftaten – ein Plus von rund 35 Prozent. Als besonders besorgniserregend beurteilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) den Anstieg rechter Gewalttaten um 44 Prozent auf 1.485 (2014: 1.029). Dies zeige eine bedrohliche gesellschaftliche Entwicklung auf.

Insgesamt registrierte die Polizei bei politisch motivierter Kriminalität einen Anstieg um 19 Prozent auf insgesamt knapp 39.000 Fälle. Auch die Zahl links motivierter Delikte ist demnach 2015 gestiegen. In diesem Bereich wurden 9.605 Straftaten (2014: 8.113) und 2.246 Gewalttaten (2014: 1.664) gezählt. Um gut 20 Prozent zurückgegangen ist der Anteil der politisch motivierten Ausländerkriminalität (2.025 Fälle).

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Angriffe auf Flüchtlinge besonders gestiegen

Besonders zugenommen haben 2015 Angriffe auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte. Laut der Statistik, die de Maizière gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), vorstellte, wurden 1.031 Angriffe gezählt – fünfmal so viele wie 2014. 90 Prozent davon waren rechtsmotiviert. Die Gewalttaten gegen Flüchtlinge summierten sich auf 199 (2014: 28).

De Maizière und Bouillon legten am Montag auch die allgemeine Kriminalstatistik vor. Die Gesamtzahl erfasster Delikte lag demnach bei rund 5,9 Millionen und bewegte sich damit auf dem Niveau des Vorjahres.

Herausgerechnet wurden dabei ausländerrechtliche Verstöße wie illegale Einreise. Aufgrund der hohen Einreise von Flüchtlingen, die sich in aller Regel einer illegalen Einreise schuldig machten, hätte dies sonst das Bild über die Sicherheit im Lande verzerrt, erklärte die Maizière. Die Polizei registrierte 2015 mehr als 400.000 ausländerrechtliche Verstöße. (epd/mig)

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