Matthias Matussek, Smiley, Facebook, Flüchtlinge
Screenshot vom Facebook-Eintrag von Matthias Matussek. Nächträglich änderte er den lachenden Smiley um in einen traurigen Smiley © Facebook

Mit sofortiger Wirkung

„Welt“ trennt sich von Matthias :) Matussek

"Die Welt" hat sich von Matthias Matussek getrennt. Ausschlaggebend war ein Satz von ihm auf Facebook. Die Anschläge in Paris würde die Flüchtlingsdebatte in eine "frische" Richtung bewegen, hatte Matussek geschrieben. Seinen Eintrag hatte er mit einem Smiley abgeschlossen.

Mittwoch, 18.11.2015, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18.11.2015, 22:00 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Welt trennt sich mit sofortiger Wirkung von Autor Matthias Matussek. Eine Sprecherin des Verlags Axel Springer bestätigte am Dienstag die Personalie, wollte sie aber nicht weiter kommentieren und auch keine weiteren Auskünfte dazu geben.

Matussek, der vor zwei Jahren vom Spiegel zur Welt gewechselt war, hatte noch in der Nacht nach den Anschlägen in Paris auf Facebook geschrieben, er schätze, „der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen“. Dahinter setzte er ein lächelndes Smiley. Diese Meinungsäußerung wurde bei Facebook vielfach kommentiert, unter anderem auch von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, der sie als „ekelhaft“ bezeichnete.

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Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters distanzierte sich wenig später „im Namen der Welt“ von Matusseks Meinungsäußerung. Die Zeitung stehe „für andere Werte, für Freiheit für Menschlichkeit“, schrieb er. Als die Kritik gegen Matussek immer lauter wurde, änderte er seinen lachenden Siley in einen traurigen Smiley.

Matussek (61) war von 1987 bis 2013 beim Spiegel, zunächst als Sonderkorrespondent in Ost-Berlin, später leitete er die Büros in New York, Rio de Janeiro und London. Von 2005 bis 2008 leitete er das Kulturressort. Seit Anfang 2014 ist er Autor der Welt. Im Zentrum seiner Arbeit stehen die bürgerliche Mitte, Katholizismus und Konservatismus. (epd/mig) Aktuell Feuilleton

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