Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) stellt Programm gegen Rechtsextremismus vor © BMFSFJ, bearb. MiG
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Familienministerin Schwesig

Flüchtlinge sollten sich im Bundesfreiwilligendienst engagieren

Neue Stellen für den Bundesfreiwilligendienst bieten nach Auffassung von Familienministerin Schwesig Flüchtlingen eine gute Gelegenheit, sich zu engagieren. Dem Wunsch von Muslimen nach einem eigenem Wohlfahrtsverband erteilte die Ministerin eine Absage. Davon sei man noch weit entfern.

Mittwoch, 11.11.2015, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 11.11.2015, 17:58 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation in Deutschland hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) vorgeschlagen, dass sich auch anerkannte Flüchtlinge im Bundesfreiwilligendienst engagieren. Wenn ein Flüchtling eine Beschäftigungserlaubnis habe, könne er auch im Freiwilligendienst arbeiten, sagte Schwesig am Dienstag im Deutschlandfunk. Es würden jetzt 10.000 Stellen für den Bundesfreiwilligendienst geschaffen. Dabei sei es „wichtig zu zeigen, dass auch die Flüchtlinge helfen bei der Flüchtlingsarbeit.“ Und das wollten viele von ihnen ja auch.

Die Integration, auch die Wertevermittlung, sollten vor allem auch hier bereits lebende Muslime leisten, betonte die Familienministerin. Als Beispiel nannte sie moderne junge Frauen, die längst genauso gleichberechtigt leben wie deutsche Frauen. Sie sollten auch möglichst das Bild sein für die vielen Flüchtlinge, die neu ankämen.

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Zum Wunsch vieler Muslime nach einem eigenen Wohlfahrtsverband sagte Schwesig, von diesem Ziel sei man noch weit entfernt. Ein solcher Verband könne nicht „von oben nach unten“ gegründet werden. Vielmehr müsse sich die Wohlfahrt in muslimischen Gemeinden zunächst stärker etablieren. Zugleich verwies die SPD-Politikerin auf das ehrenamtliche Engagement von Muslimen, etwa in der Jugendarbeit oder in der Pflege. Die Förderung solcher ehrenamtlicher Projekte wolle das Familienministerium verbessern.

In Berlin wollte sich am Dienstagmittag der Lenkungsausschuss der Deutschen Islamkonferenz treffen. Neben Bundesinnenminister Thomas de Maizìere (CDU) wurde auch Schwesig als Teilnehmerin erwartet. (epd/mig)

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