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Universität © ninastoessinger auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Neue Herausforderungen

Experten rechnen mit bis zu 50.000 neuen Studenten

Einer Prognose der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge müssen sich Hochschulen auf die Aufnahme von etwa 50.000 neuen Studenten einstellen. Zudem gebe es noch Regelungsbedarf im Hinblick auf Sprachkurse oder bei fehlenden Dokumenten.

Mittwoch, 07.10.2015, 8:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 09.10.2015, 1:18 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Auf neue Herausforderungen müssen sich der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge Hochschulen und Kultusministerien in den Ländern einstellen. 25 Prozent der Flüchtlinge seien zwischen 18 und 25 Jahre alt, also potenzielle Studenten. Wenn davon tatsächlich ein Fünftel studieren wolle, ergebe dies bei einer Million prognostizierten Flüchtlingen 50.000 neue Studierende, sagte der ehemalige Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) am Dienstag in Berlin, der auch Mitglied im Vorstand der Friedrich-Ebert-Stiftung ist.

Zöllner forderte die Politik auf, schnell für mehr Kapazitäten und erforderliche Unterstützungsstrukturen zu sorgen. Die Stiftung stellte eine von ihr erstellte Umfrage unter den Ländern über die Gegebenheiten für Flüchtlinge an Hochschulen vor. Das Ergebnis zeigt, dass grundsätzlich alle Universitäten und Fachhochschulen für Flüchtlinge offen stehen. Regelungsbedarf gibt es aber unter anderem bei Sprachkursen und dem Umgang mit fehlenden Dokumenten. Viele junge Flüchtlinge können durch die schwierigen Bedingungen der Flucht keine Zeugnisse über ihren bisherigen Bildungsweg vorlegen.

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Der Staatssekretär im Berliner Bildungssenat, Steffen Krach, sieht bundesweiten Regelungsbedarf vor allem bei der Frage nach Sozialleistungen für Flüchtlinge. Es sei richtig entschieden worden, dass Flüchtlinge inzwischen bereits nach 15 Monaten Bafög erhalten können. Allerdings müsse darüber geredet werden, ob die Frist noch weiter zurückgesetzt werden müsse, weil studierende Flüchtlinge bereits vorher gegebenenfalls von den Leistungen des Asylbewerberleistungsgesetzes ausgeschlossen werden. Es dürfe keine Finanzierungslücke entstehen. Der Hochschulzugang für Flüchtlinge ist Ende der Woche auch Thema der in Berlin tagenden Kultusministerkonferenz. (epd/mig)

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