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TV-Tipps des Tages

02.06.2015 – Integration, Sema, Erdoğan, Türkei, Salafisten, Kappadokien

TV-Tipps des Tages sind: cosmo tv reportage: Der Talentscout - Arbeiterkinder auf dem; Abenteuer Türkei - Kappadokien und Südostanatolien; Eberl entdeckt die "Neue Türkei" - Leben im Erdogan-Land; Die rbb Reporter - Dschihad in den Köpfen; Chronik einer Revolte

Von Dienstag, 02.06.2015, 8:09 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 31.05.2015, 10:27 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

cosmo tv reportage: Der Talentscout – Arbeiterkinder
Integration geht jeden etwas an, ob im Beruf, in der Schule oder unter Nachbarn. Deshalb ist Cosmo TV ein Magazin für alle, Zugewanderte und Deutsche. Jede Woche nimmt das WDR-Magazin Cosmo TV dieses Zusammenleben unter die Lupe. Im Guten und im Schlechten. Ohne politisch korrekten Zuckerguss. Kritisch und aktuell. Cosmo TV ist nah dran am Leben und Lebensgefühl. Di, 2. Jun · 16:00-16:30 · ARD-alpha

Abenteuer Türkei – Kappadokien und Südostanatolien
Dokumentationsreihe – Derwische bringen sich durch Musik und Tanz, auch „Sema“ genannt, in einen Trancezustand, um Gott nahe zu sein.

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Die Reiseetappe beginnt in Zentralanatolien. Im Rosenanbaugebiet rund um Isparta verbreitet die Damaszener-Rose ihren intensiven Duft. In Konya trifft man auf die tanzenden Derwische und kann die märchenhafte Landschaft Kappadokiens entdecken. Die Reise endet bei hausgemachten Likören in Samandag. Dort leben Christen, Juden, Aleviten und Sunniten nur wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt noch in friedlicher Eintracht zusammen.

Die Reiseetappe beginnt in Zentralanatolien, führt über Kappadokien und endet nahe der syrischen Grenze. Wer von Antalya an der Küste ins Landesinnere aufbricht, gelangt nach Isparta in ein Rosenanbaugebiet. Im Morgennebel erntet Ülkü Eryigit in harter Handarbeit die zarten Rosen, aus denen das kostbare Bio-Öl gewonnen wird. Ein Kilogramm kostet 9.500 Euro.

Die Reise geht weiter nach Konya. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist dort das Mevlana-Kloster. Hinter den Klostermauern kann man den Derwischen beim Tanz zuschauen. Anschließend lässt sich der Göreme-Nationalpark in Kappadokien erkunden. Vor Millionen von Jahren wurde dieser Landstrich durch Vulkanausbrüche mit Tuffstein bedeckt. Wind und Wetter haben daraus in Jahrtausenden eine bizarre Landschaft geformt. Diese Region, die seit Mitte der 80er Jahre zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, lässt sich am besten vom Ballon aus entdecken. Mike Green ist ein erfahrener Ballonpilot mit großer Leidenschaft für diese märchenhafte Landschaft mit ihren Kaminen, in denen der Legende nach Feen hausen.

In Südostanatolien sind die Sommer trocken, dort wächst nur, was Hitze und Trockenheit verträgt, zum Beispiel Oliven oder das Markenzeichen der Region, die Pistazie. Bei Coskun Kocak gibt es angeblich die beste Baklava der Stadt. Man sollte es unbedingt probieren, bevor man an den südlichsten Zipfel der Türkei reist. An der Grenze zu Syrien liegt Samandag. In dem kleinen Ort leben die Christinnen Helen und Sibel Yaylagül mit Juden, Aleviten und Sunniten hoffentlich noch lange in friedlicher Eintracht zusammen. Di, 2. Jun · 19:30-20:13 · arte

Eberl entdeckt die „Neue Türkei“ – Leben im Erdogan-Land
Die Türkei steuert auf eine wichtige Entscheidung zu: Parlamentswahlen am 7. Juni. Präsident Erdogan hofft, dass seine AKP endlich eine Zweidrittelmehrheit erzielen kann, um dann auch die Verfassung im Alleingang ändern zu können. Aber die Zeichen stehen nicht gut für Erdogans AKP. Die Oppositionsparteien stehen in den Startlöchern und wollen Erdogan endlich in seine Schranken weisen. Seine „Neue Türkei“ mit immer mehr Macht für die Polizei, immer mehr Kontrolle im Alltag und osmanischen Großmachtansprüchen hat nicht nur Freunde im Land.

Viele Türken sind stolz auf den Wirtschaftsaufschwung, auf das neue Selbstbewusstsein, aber Korruption, Einschränkung der Pressefreiheit und immer wieder Verhaftungen kritischer Türken werfen Schatten auf Erdogans Masterplan.

Der WELTWEIT-Reporter Jens Eberl reist seit Jahren immer wieder in die Türkei. Er kennt die Gezi-Park-Demonstranten, seit ihr Widerstand begonnen hat. Zum 2. Jahrestag der Gezi-Proteste kurz vor den Parlamentswahlen ist Jens Eberl wieder vor Ort und will wissen, wohin die Türken steuern und wie es ist, im Erdogan-Land zu leben. Di, 2. Jun · 22:00-22:30 · WDR

Die rbb Reporter – Dschihad in den Köpfen
Tödliche Attentate in Frankreich, Schusswechsel in Belgien, Festnahmen von Salafisten in Berlin: Der dschihadistische Terror macht die demokratischen Gesellschaften verwundbar. Mitten unter uns wächst die Zahl von jungen Männern und Frauen, die sich radikalisieren. Drei rbb-Autoren zeichnen die Wege und Motive anhand brisanter Schicksale nach.

Tödliche Attentate in Frankreich, Schusswechsel in Belgien, Festnahmen von Salafisten in Berlin. Der dschihadistische Terror macht die demokratischen Gesellschaften verwundbar. Mitten unter uns wächst die Zahl von jungen Männern und Frauen, die sich radikalisieren. Zugleich erhöht sich die Zahl der „Reisenden“ in die nahöstlichen Kampfgebiete: Allein aus Deutschland sollen nach Behördenschätzungen mindestens 450 Dschihadisten in Syrien und im Irak kämpfen. Aber wer radikalisiert die Jugendlichen, warum lassen sie sich ködern und wie gelangen sie nach Syrien? Di, 2. Jun · 22:45-23:30 · RBB Berlin

Chronik einer Revolte
Ein Jahr Istanbul. Im Frühsommer 2013 demonstrierten in Istanbul Tausende überwiegend junge Menschen aus unterschiedlichen politischen Lagern gegen die Zerstörung des Gezi-Parks. Was als Demonstration gegen ein Bauprojekt begann, entwickelte sich zu einem Protest gegen die Politik der Regierung Erdogan.

Die deutsch-türkischen Filmemacherinnen Biene Pilavci und Ayla Gottschlich drehten damals vor Ort und begleiteten einige Demonstranten bis zu den Präsidentschaftswahlen im August 2014. Ihr Film zeigt junge Menschen in der Türkei, die sich für Demokratie und ein freies und selbstbestimmtes Leben einsetzen. Di, 2. Jun · 23:15-00:12 · arte

Eltern auf Zeit
„Wenn das Jugendamt anruft, dann ist es wieder so weit.“ Für ein paar Wochen oder Monate bekommt Familie Meyer nun ein Kind zur Pflege. Welche schlimmen Dinge hat es wohl erlebt?

Meistens sind es Babys oder sehr kleine Kinder von minderjährigen Eltern, von Drogenabhängigen oder aus Familien, in denen sich niemand um sie gekümmert hat. „Man weiß nie, was einen erwartet. Wir sind auf alles vorbereitet“, sagt Veronica Meyer.

Am 1. Juli 2014 wird sie in die Kinderklinik gerufen. Auf der Säuglingsintensivstation liegt Marco, drei Wochen alt, mit mehrfachen Knochenbrüchen und Hirnblutungen. Hat die minderjährige Mutter ihn so zugerichtet? Das zu klären ist Sache des Gerichts. Veronica wird sich ab sofort um das schwer verletzte und traumatisierte Baby kümmern. Seit 15 Jahren öffnet Veronica fremden Kindern ihr Haus und ihr Herz. Die Kinder leben mit ihr und ihrer Familie, teilen Festtage und Urlaube. Erst wenn das Jugendamt über den endgültigen Verbleib entschieden hat, heißt es Abschied nehmen. Mi, 3. Jun · 03:25-03:55 · ZDF

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