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30.03.2015 – Kopftuch, NSU, Pegida, Türkei, Flüchtlinge, Germanwings

NSU-Zeugin stirbt unter ungeklärten Umständen; Haseloff: Ältere Menschen sollten Flüchtlingspaten werden; Buschkowsky zum Kopftuch-Urteil: "Die haben null Ahnung"; Pegida sagt Demo in Kiel ab; Türkei: Zwei Ex-Polizisten wegen Abhörens von Erdogan verhaftet

Von Montag, 30.03.2015, 8:10 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 29.03.2015, 23:21 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Die Themen des Tages sind:

Eine 20-Jährige, die im NSU-Ausschuss ausgesagt hatte, ist aus ungeklärtem Grund gestorben. Es handelt sich um die ehemalige Freundin eines früheren Neonazis, der in seinem Auto verbrannt war – und der eine bedeutende Rolle im NSU-Prozess spielte.

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Ein impulsiver Richter, maulfaule Zeugen, eine angespannte Angeklagte: Das Mammutverfahren um die NSU-Morde zerrt an den Nerven aller Beteiligten.

NSU war damals eine angesehene Automarke in einem grauen Land, in dem der Weiße Riese und schwarze Pädagogik herrschten. Die Serie über eine Kindheit in der Westzone zwischen Umweltverschmutzung, Pellkartoffeln und Kaltem Krieg.

Zur schnelleren Integration von Flüchtlingen hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) den Einsatz älterer Menschen als Paten angeregt. Die Rentner-Generation besitze besonderes Potenzial, sich tagtäglich in die Gesellschaft einzubringen, sagte er der «Welt am Sonntag».

„Es ist die völlig falsche Botschaft“: Mit deutlichen Worten kritisiert Neuköllns scheidender Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky das Karlsruher Kopftuch-Urteil. Dadurch steige der Anpassungsdruck auf liberale Muslime.

Rund 1000 Menschen haben am Sonntag in Hamburg gegen den Widerstand von Anwohnern im noblen Stadtteil Harvestehude gegen ein geplantes Flüchtlingsheim demonstriert.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat nachgezählt: Deutschland habe seit Beginn der Krise in Syrien 105.000 Menschen aufgenommen. Künftig müssten auch anderen europäische Länder mehr Verantwortung übernehmen.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig fürchtet Massenunterkünfte für Flüchtlinge. Er fordert Hilfe vom Bund. Dort sieht man es anders.

Der Bezirk verwehrt mehreren Bewohnern den Zutritt zum Gebäude. Dabei steht die Gerichtsentscheidung über eine Räumung weiterhin aus.

Die Anti-Islam-Bewegung Pegida will Rechtspopulisten aus ganz Europa auf ihre Kundgebungen in Sachsen holen – und mit einem Förderverein ihre Aktivitäten auf dauerhafte sichere finanzielle Grundlage stellen.

Eine für Montag geplante Pegida-Demonstration in Kiel findet nicht statt. Die Anmelderin habe den „Montags-Spaziergang“ aus organisatorischen Gründen abgesagt, teilte die Polizei am Samstag mit.

Die Terrortruppe IS wirbt offensiv um junge Frauen und Mädchen – auch in Deutschland. Im Internet kursieren „Reiseführer“. Mit Erfolg. Mehr als 70 Frauen sind bereits in die Kampfgebiete gereist.

Von den sterblichen Überresten des Co-Piloten Andreas L. erhoffen sich die Ermittler neue Erkenntnisse. Die Bergung der Leichen hat sechs Tage nach dem Absturz der Germanwings-Maschine oberste Priorität.

Beatrix Diefenbach gehörte dem Bundesvorstand an, ihr Ehemann Herbert Frohnhofen dem Landesvorstand in Hessen. Nun sind beide aus der AfD ausgetreten. Sie werfen der Partei unter anderem Rechtsbruch vor.

Die Linke verliert in Frankreich nach ersten Schätzungen zahlreiche Départements. Die Rechte steht vor einem Sieg. Der Front National gewinnt kein einziges Departement.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu illegalen Abhöraktionen gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sind laut einem Medienbericht zwei ehemalige Polizisten festgenommen worden.

Integration und Migration

Buschkowsky zum Kopftuch-Urteil: „Die haben null Ahnung“

Haseloff: Ältere Menschen sollten Flüchtlingspaten werden

NSU Terror

Deutschland

Ausland

Türkei

Nachtrag vom 29.03.2015

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