TV-Tipps des Tages

06.02.2015 – Murat Kurnaz, Islam, 11. September, Türkei, Guantánamo

TV-Tipps des Tages sind: 5 Jahre Leben: Der Bremer Deutsch-Türke Murat Kurnaz möchte seinem Leben einen Sinn geben, wendet sich dem Islam zu und macht sich auf zu einer Pilgerreise nach Pakistan; Türkei - Land, Leute und Sprache

Von Freitag, 06.02.2015, 8:09 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 31.01.2015, 22:56 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

5 Jahre Leben
Fernsehfilm – Der Bremer Deutsch-Türke Murat Kurnaz möchte seinem Leben einen Sinn geben, wendet sich dem Islam zu und macht sich auf zu einer Pilgerreise nach Pakistan. Unterwegs wird er grundlos festgenommen, an die Amerikaner verkauft und nach Guantánamo verschleppt, dem wohl berüchtigtsten Gefängnis der Welt. Es folgen 1.725 Tage Folter, Isolationshaft und enttäuschter Hoffnungen … Stefan Schallers Diplomfilm schildert kraftvoll, emotional und authentisch die ersten beiden Jahre von Kurnaz‘ Odyssee.

„5 Jahre Leben“, basierend auf der wahren Geschichte des Deutsch-Türken Murat Kurnaz, der insgesamt fünf Jahre als Gefangener der USA in Afghanistan und Guantánamo inhaftiert war, ist nicht nur die Chronik eines unglaublichen Missbrauchs, sondern zeigt auch den Überlebenswillen eines Mannes, dem man alles genommen hat. Zugleich schildert der Film das Duell zweier außergewöhnlich starker Persönlichkeiten. Auf der einen Seite: Murat Kurnaz, der seinem Leben einen neuen Sinn geben wollte, als er sich dem Islam zuwandte und nach dem 11. September nach Pakistan aufbrach, um eine Koranschule zu besuchen. Auf der anderen Seite: Gail Holford, Verhörspezialist der US-Regierung, der alle Tricks von Manipulation bis Einschüchterung beherrscht und dessen Hauptziel es ist, Kurnaz ein Geständnis zu entlocken. Aber Kurnaz hat nichts zu gestehen. Er ist unschuldig. So verstreichen Monate – Monate voller psychischer und physischer Folter – bis Kurnaz begreift, dass seine Weigerung, ein Geständnis zu unterzeichnen, das Einzige ist, was ihm bleibt.

Murat Kurnaz‘ Geschichte wirft nicht nur große Zweifel auf an der Rechtsstaatlichkeit unserer westlichen Welt, der Film konfrontiert den Zuschauer auf eindringliche Art und Weise mit der eigenen Wahrnehmung und Bewertung. Regisseur Stefan Schaller ist mit „5 Jahre Leben“ ein packendes, beeindruckendes Porträt eines damals gerade 19-Jährigen gelungen, der es durch seine Willensstärke schaffte, dem ungeheuren Verhördruck in Guantánamo standzuhalten. 1.725 Tage inhaftiert, über ein Jahr davon in völliger Isolation. Fr, 6. Feb • 20:15-21:43 • arte

Türkei – Land, Leute und Sprache
Spielerische Einführung in die türkische Sprache durch Begleitung der vier aufgeschlossenen jungen Touristen Renate, Sylvia, Peter und Vedat bei ihren Erlebnissen während einer Rundreise durch die Türkei. Spielszenen in türkischer und deutscher Sprache werden ergänzt durch ausführliche Informationen über Land und Leute. Die Vierergruppe ist unterwegs nach Antalya: Besucht wird die antiken Stadt Myra, die lykische Nekropole und die Kapelle des heiligen Nikolaus. Außerdem gibt es einen Rundgang durch die Ruinen von Aspendos. Sa, 7. Feb • 06:30-07:00 • NDR Hamburg

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