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Nordrhein-Westfalen

Ein Viertel der Bevölkerung mit Migrationshintergrund

In Nordrhein-Westfalen hat jeder vierte Einwohner eine Einwanderungsbiografie. In manchen Städten liegt ihr Anteil sogar bei fast 40 Prozent. Das ist das Ergebnis der aktuellen Zuwanderungs- und Integrationsstatistik.

Donnerstag, 18.12.2014, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 19.12.2014, 0:21 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

4,3 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen haben eine Einwanderungsbiografie, jeder vierte Einwohner. Das ist das Ergebnis der aktuellen Zuwanderungs- und Integrationsstatistik, die Integrationsminister Guntram Schneider in Düsseldorf vorgestellt hat. „NRW war und ist eine der wichtigsten europäischen Einwanderungsregionen und zwar nicht nur für die Hochqualifizierten, sondern auch für jene, die bei uns Schutz vor Verfolgung suchen“, sagte Schneider.

Positiv äußerte sich Schneider zu den Fortschritten bei Bildung und Qualifikation. „Viele Einwanderinnen und Einwanderer sind hervorragend qualifiziert. Jeder dritte hat die Fachhochschulreife oder sogar Hochschulreife. Das sind Fachkräfte, die unsere Wirtschaft braucht“, betonte der NRW-Integrationsminister. Mit 9,6 Prozent ist fast jeder zehnte Einwanderer als Selbstständiger tätig.

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Die Zahlen im Detail
Am höchsten ist der Migrantenanteil in Remscheid (38,5 Prozent) gefolgt von Düsseldorf (35,2 Prozent), Wuppertal (34,8 Prozent), Bielefeld (34,7 Prozent) und Köln (34,4 Prozent). Landesweit am niedrigsten fällt er im Kreis Coesfeld mit 9,8 Prozent aus.

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Unter den Drei- bis Sechsjährigen liegt der Anteil von Kindern mit Einwanderungshintergrund landesweit bei 40 Prozent. In Ballungsgebieten wie Köln und weiten Teilen des Ruhrgebiets beträgt ihr Anteil bei den unter 18-Jährigen um die 50 Prozent.

Im Jahr 2013 wanderten insgesamt 240.600 Personen aus dem Ausland nach NRW, 159.300 verließen das Land wieder. Der Zuwanderungsüberschuss von 81.300 ist der höchste seit 1995. Zahlenmäßig stärkstes Herkunftsland war Polen vor Rumänien und Bulgarien.

Wie in den Vorjahren fiel auch 2013 die Wanderungsbilanz mit der Türkei negativ aus: 6.700 Zu- standen 9.800 Fortzüge gegenüber. Nicht nur aufgrund von Einbürgerungen, sondern auch wegen der Abwanderung sinkt die Zahl der türkischen Staatsangehörigen in NRW seit längerem kontinuierlich. Darunter fallen auch die mittlerweile ins Rentenalter gekommenen Einwanderer der ersten Generation, die in den 50er und 60er Jahren der letzten Jahrhunderts als sogenannte Gastarbeiter in die Bundesrepublik kamen und nun oft ihren Lebensabend im Heimatland verbringen. (hs)

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