Studie

Religiöse Bildung steht in islamischer Jugendarbeit an erster Stelle

Die neue Studie "Junge Muslime als Partner" kommt zu dem Ergebnis, dass religiöse Bildung in der islamischen Jugendarbeit an erster Stelle steht. Ein weiterer Trend: Innerhalb von Verbandsstrukturen fangen junge Muslime an, sich zu emanzipieren.

Donnerstag, 25.09.2014, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 25.09.2014, 22:58 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

In der Jugendarbeit islamischer Verbände steht die Vermittlung religiösen Wissens an erster Stelle. Von neun untersuchten islamischen Verbänden bieten fast alle Koran- und Islamunterricht sowie Gesprächskreise zu islamischen Themen an, wie aus der bundesweit ersten Studie zur islamischen Jugendarbeit hervorgeht, die am Mittwoch in Stuttgart vorgestellt wurde.

In der Studie „Junge Muslime als Partner“ wertete die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit Förderung der Robert Bosch Stiftung neun islamische Verbände und acht bundesweite Kooperationsprojekte aus. Insgesamt führten die Autoren rund 100 Interviews mit islamischen Jugendlichen und Experten.

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Bei den meisten der untersuchten Gruppen findet die Jugendarbeit innerhalb der Erwachsenenverbände statt und wird von Erwachsenen angeleitet, organisiert und finanziert. Doch es gebe den Trend, dass junge Muslime sich emanzipieren. Anfang dieses Jahres gründete der türkische Muslimverband Ditib einen Bundesjugendverband, schon seit 20 Jahren hätten die Aleviten eigene Jugendverbände. Ziel der islamischen Jugendverbände sei es, in die jeweiligen Stadtjugendringe einzuziehen.

Mit Ausnahme der Aleviten gibt es laut Studie in allen untersuchten Gruppen geschlechtergetrennte Aktivitäten in der Jugendarbeit, vor allem im Bereich der religiösen Unterweisung und des Sports. Mehrfach wurde dafür eine religiöse statt eine pädagogische Begründung genannt. Außerdem zeigte die Studie, dass in den meisten Verbänden junge Frauen besonders aktiv sind – oft mehr als die jungen Männer. Rund 40 Prozent von Deutschlands Muslimen, also fast zwei Millionen Menschen, sind unter 25 Jahren. (epd)

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