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V-Mann Felten

Europa liebt seine Migranten

V-Mann Felten war im deutschen WM-Quartier in Brasilien, um die Spieler unter die Lupe zu nehmen. Er sah Spieler aus Polen, Ghana, Türkei, Tunesien und Bayern; deutsche Spieler waren in der Minderheit.

Von Freitag, 27.06.2014, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 01.07.2014, 2:14 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Waren das noch Zeiten: Bei der Fußball WM 1998 in Frankreich schoss der tunesischstämmige Franzose Zinedine Zidane im Finale gegen Brasilien Les Bleus mit zwei Toren in Führung. Als dann Emmanuel Petit mit dem Dritten alles klar machte, begeisterte sich der Fernsehkommentator des französischen Staatsfernsehens: „Endlich schießt auch mal ein Franzose ein Tor.“

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Auch bei der jetzigen WM in Brasilen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Franzose für die Grand Nation ein Tor schießt, gering. Denn mehr als die Hälfte der Équipe Tricolore ist nicht französischer Herkunft.

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Ganz weit vorne mit ihrer Migrationspolitik sind die Schweizer. Sie schicken ihre eigenen Landessöhne lieber zur Schweizer Garde in den Vatikan zur Bewachung des Papstes. Zum Fußballspielen nehmen sie die viel talentierteren Söhne ihrer Migranten. Da rennt kein Egli, Xaver oder Johann auf dem Platz, sondern Diego Benaglio, Ricardo Rodriguez, Xherdan Shaqiri oder Josip Drmic. Und schon klappt’s, die Eidgenossen sind im Achtelfinale.

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Bei den Italiener ist allerdings etwas schiefgelaufen, ein Migrantensohn von ghanaischen Eltern macht noch keinen WM Titel aus. Hätten sie lieber mal bei den Niederländern vorbeigeschaut. Die haben die richtige Mischung aus Ureinwohner ihres Landes und dem Schatz ihrer Kolonien hingekriegt.

Und die Engländer? Die können so viele Migranten einsetzten, wie sie wollen, ausscheiden tun sie eh. Außerdem waren Inder noch nie gute Fußballspieler.

Natürlich wie immer ganz vorne, nicht nur bei Exportieren von Waffen: Deutschland. Die Mannen um Jogi Löw haben die Schätze an Fußballern aus vielen Ländern um sich geschart: Polen, Ghana, Türkei, Tunesien, Albanien und Bayern.

Übrigens der Bundestrainer stammt nicht aus Indien, sondern aus dem Schwarzwald. Und natürlich wird Deutschland Weltmeister so wie 1994, 1998, 2002, 2006 und 2010.

Damit sich auch alle wohlfühlen, ist irgendeinem, wahrscheinlich ein Mitarbeiter aus der Integrationsindustrie, die selten dämliche Idee gekommen, Deutschland jetzt Schland zu nennen. Da stört es auch keinen Politiker von der CDU, wenn Mesut Özil wieder einmal die Nationalhymne nicht mit singt. Denn wer kennt schon den Text der Schland-Hymne?

Egal wie er ausgeht, eine europäische Mannschaft wird in Rio Weltmeister werden. Stammen doch die Südamerikaner von den Europäern ab.

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