Bayern wächst weiter

Einwanderung aus Süd- und Osteuropa sorgt für Wanderungsplus

Im ersten Halbjahr 2013 zogen deutlich mehr Personen nach Bayern, als von hier abwanderten. Der Saldo aus Zu- und Fortzügen betrug insgesamt 44.300 Personen. Dieser positive Wanderungsüberschuss ist vorwiegend auf den Zuzug ausländischer Personen zurückzuführen.

Dienstag, 05.11.2013, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 07.11.2013, 21:09 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Einem Wanderungsplus von gut 1.900 Deutschen stand ein Zuwanderungsüberschuss von über 42 400 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit gegenüber. Rund 74 Prozent des Wanderungssaldo bei den nichtdeutschen Staatsangehörigen entfielen auf EU-Bürger. Gegenüber den 15 anderen Bundesländern konnte Bayern Wanderungsgewinne in Höhe von knapp 5.900 Personen verzeichnen.

Die Wanderungsbilanz Bayerns wies im ersten Halbjahr 2013 einen Überschuss von über 44.300 Personen auf. Damit blieb das Wanderungsplus Bayerns gegenüber dem entsprechendem Vorjahreszeitraum nahezu konstant (2012: +45.700 Personen). Nach Meldung des Bayerischen Landesamts für Statistik ergab sich der Saldo des ersten Halbjahres 2013 aus knapp 162.800 Zuzügen und etwas über 118.400 Fortzügen über die Grenzen des Freistaats.

42.400 aus dem Ausland
Gegenüber dem Ausland zeigte die Wanderungsstatistik Bayerns für die ersten sechs Monate des Jahres 2013 rund 107.600 Zuzüge und 69.100 Fortzüge. Der Saldo bei Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit war gegenüber dem Ausland mit einem Minus von rund 2.900 dem langjährigen Trend entsprechend auch im ersten Halbjahr 2013 negativ.

Gegenüber dem übrigen Bundesgebiet wurden im ersten Halbjahr diesen Jahres 55.200 Zuzüge (erstes Halbjahr 2012: rund 55.900) und gut 49.300 Fortzüge (erstes Halbjahr 2012: etwas über 48.700) verbucht. Durch die erneut etwas angestiegenen Zuzüge von Deutschen aus den andern Bundesländern ergab sich für die deutsche Bevölkerung insgesamt ein Wanderungsplus von über 1.900 Personen. Der Wanderungsüberschuss bei den ausländischen Staatsangehörigen belief sich insgesamt auf rund 42.400 Personen.

Die meisten kommen aus EU-Ländern
Knapp 74 Prozent des gesamten Wanderungsgewinns bei den nichtdeutschen Staatsangehörigen entfielen auf Bürger der EU (rund 31.300 Personen). Die zahlenmäßig größte Gruppe waren dabei Rumänen (+7.567), gefolgt von polnischen (+5.923), ungarischen (+3.790) und italienischen (+3.415) Staatsangehörigen.

Der Wanderungssaldo mit Nicht-EU-Staaten lag von Anfang Januar bis Ende Juni 2013 bei über 7.200 Personen. Etwa 49 Prozent der Nettozuwanderung von Drittstaatsangehörigen entfielen auf Zuwanderer mit einer asiatischen Staatsangehörigkeit (3.500 Personen). (etb)

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