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Deutsche Presse

08.10.2013 – Lampedusa, NSU, Türkei, Migranten, Flüchtlinge, Salafisten

Integration muss weg vom Innenministerium; Kultusminister Stoch ruft Islam-Verbände zu Kooperation auf; Nimptsch ruft zu Absage an salafistische Gruppen auf; Mehr als 200 Leichen vor Lampedusa geborgen; LKA-Mann Sven Wunderlich wurde am Montag im Thüringer NSU-U-Ausschuss befragt; Staatsanwälte scheuen den Verfassungsschutz

Von Dienstag, 08.10.2013, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 08.10.2013, 12:22 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Die Themen des Tages sind:

Vor den NSU-Untersuchungsausschüssen in Erfurt und Dresden berichtet ein Kriminalbeamter über die Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz: Der Dienst habe nicht mit offenen Karten gespielt und Ermittlungen sabotiert.

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Den Sitzungsraum F 101 betrat Sven Wunderlich noch zügig. Bei der Vernehmung vor dem NSU-Untersuchungssausschuss im Thüringer Landtag am Montag kam der Zielfahnder des Landeskriminalamts (LKA) dann aber recht bald ins Stocken.

Nach einem Jahrzehnt der Fortschritte stockt die Integrationspolitik wieder. Sagt der Historiker Klaus J. Bade. Er und der von ihm mitbegründete „Rat für Migration“ sehen die Schuld daran nicht zuletzt beim Innenminister – und fordern einen Neustart.

Lange war Türkisch in Berlin allein die Sprache der türkischen Migration. Doch immer mehr „Deutsche“ wollen die Kultur der Nachbarn verstehen lernen. Ein Streifzug durchs bilinguale Grenzland.

Die steigende Nachfrage nach islamischen Religionsunterricht im Südwesten kann aus Sicht von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) besser erfüllt werden, wenn der Staat dafür einen zentralen Ansprechpartner hat.

Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) hat den Bonner Rat der Muslime am Montag zu einer klaren Absage an salafistische Gruppierungen aufgefordert. Anlass dafür ist eine mögliche Verbindung des neuen Sprechers des Bonner Rats der Muslime, Karim Lakhal, zum Verein „Helfen in Not“.

Europa setzt nach der Tragödie vor Lampedusa die Flüchtlingspolitik ganz oben auf die Agenda. Die EU-Innenminister werden in Luxemburg über Konsequenzen aus dem Drama mit mehr als 200 Toten beraten.

Der Tod von Hunderten Menschen vor Italiens Küste schockiert. Wie können solche Tragödien in Zukunft verhindert werden? Die taz stellt vier Konzepte für eine humane Migrationspolitik vor.

Union und Grüne piesacken sich vor ihrem Sondierungsgespräch. Vor allem der Bayer Horst Seehofer ärgert den potenziellen Partner mit der Ankündigung eines „Geheimtreffens“ der schwarz-roten Spitze.

Rechtsextremismusexpertin und taz-Autorin Andrea Röpke hat Anzeige gegen den niedersächsischen Verfasungsschutz erstattet. Doch die Staatsanwaltschaft Hannover will nicht ermitteln. Ihr fehlen hinreichende Anhaltspunkte.

Der amerikanische Footballklub der Washington Redskins steht im Zentrum einer erbitterten Debatte. Der Name sei so rassistisch wie „Nigger“, monieren Kritiker. Sogar Präsident Obama schaltet sich ein.

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