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TV-Tipps des Tages

17.12.2011 – Türkei, Bosnien, Serben, Karadjic, Europa, Mittelmeer

TV-Tipps des Tages sind: Wilde Türkei: Vom Bosporus zum Mittelmeer. Die Türkei ist ein Land zwischen zwei Meeren und zwei Kontinenten, Nahtstelle zwischen Ost und West, zwischen Orient und Okzident; Der Krieg vor der Haustür: Bosnien 20 Jahre danach. Mindestens 200.000 Opfer sind zu beklagen...

Von Montag, 17.12.2012, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 17.12.2012, 11:20 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Wilde Türkei
1/2, Vom Bosporus zum Mittelmeer. Die Türkei ist ein Land zwischen zwei Meeren und zwei Kontinenten, Nahtstelle zwischen Ost und West, zwischen Orient und Okzident. Die Tierwelt ist sowohl europäisch als auch asiatisch geprägt. Es ist ein Land voller Kontraste, zwischen Tradition und Moderne, zwischen orientalischem Lebensstil im Landesinneren und westlich-orientiertem in den küstennahen Touristenorten und der Zehnmillionen-Metropole Istanbul am Bosporus.

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Mehr als zwei Mal würde Deutschland mit seiner Fläche in das Territorium der Türkei hineinpassen. Der Bosporus, die Wasserstraße zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer, trennt Europa von Asien. Dabei sind 97 Prozent der Türkei auf dem asiatischen Kontinent – Anatolien -, und nur drei Prozent gehören zu Europa: das östliche Thrakien. Die Hauptstadt war wegen der exponierten und strategisch sowie wirtschaftlich günstigen Lage schon seit jeher wichtige Handelsmetropole, Sitz mächtiger Herrscher und Schmelztiegel der Nationen. Einst Byzanz der dorischen Griechen, später das „Neue Rom“ des oströmischen Reiches – Konstantinopel – und mit der osmanischen Eroberung im 15. Jahrhundert dann Istanbul, wandelte sich die Stadt von einer antiken zu einer christlichen und schließlich zu einer muslimischen. Viele antike Stätten, besonders an den Küsten sowie im westlichen Teil der Türkei, sind Zeugen dieser wechselvollen und reichen Geschichte. 11:30-12:15 • NDR Mecklenburg-Vorpommern

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Der Krieg vor der Haustür
Bosnien 20 Jahre danach. Mindestens 200.000 Opfer sind zu beklagen, Verwüstungen in den Städten, Hunderttausende Flüchtlinge in allen europäischen Ländern, und dennoch: Der fast vier Jahre dauernde Bosnienkrieg ist beinahe vergessen. Ob bosnische Muslime, Serben oder Kroaten, alle beteiligten Seiten haben auch den brutalen Nationalismus verdrängt. Der Bosnienkrieg trug oft auch die Züge eines „Heiligen Krieges“, was die Fronten und den Kriegsverlauf unübersichtlich machte. Selbst um die Opferzahlen streitet man bis heute.

Inzwischen gibt es einzelne Versuche zur Versöhnung, oft ist es auch nur die gemeinsame erlebte soziale Not, die die Menschen wieder zusammenfinden lässt. Dennoch wacht die internationale Gemeinschaft immer noch genauestens über das mühsame Werden des bosnischen Staates. Genauer betrachtet zerfällt Bosnien immer noch in die drei Teile, die der Frieden von Dayton 1996 definierte. Rund 40 Kriegsverbrecher wurden abgeurteilt, die ersten sind schon wieder entlassen. Die Bilder bleiben, bei Tätern und Opfern. Srebrenica ist das Synonym für die Gräuel des Bosnienkrieges. 8.000 Tote allein in diesem Massaker, Grundlage für die Anklage wegen Völkermordes gegen die beiden wichtigsten Repräsentanten der bosnischen Serben: Radovan Karadjic, der politische Führer, und Ratko Mladic, der aus dem Versteck heraus jahrelang die internationalen Fahnder an der Nase herumführte. Der Film zeigt die heutigen Bemühungen um Normalität, den neuen Reichtum und die alte soziale Not, die die Menschen damals für Gewalt und Nationalismus anfällig machte. Beachtlich sind die Versuche von jungen Leuten, sich der Vergangenheit zu stellen. In Rückblenden wird an die Bilder von damals erinnert, an die Scharfschützen, die die Hauptstadt Sarajevo terrorisierten, an Flucht, Vertreibung und unzählige Massengräber, die die Ermittler bis heute beschäftigen. 00:00-00:45 • tagesschau24

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