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TV-Tipps des Tages

09.12.2011 – Islam, Krakauer Teppich, Juden, Muslime, Bosnien, Christen

TV-Tipps des Tages sind: Schätze des Islam: Der Krakauer Teppich. Er gilt als einer der schönsten der Welt, wurde einst geteilt, in der Mitte durchgerissen, gestohlen, verkauft, ging verloren und wurde wieder gefunden: der "Krakauer Teppich"; Der Krieg in meinem Kopf: Bosnien 20 Jahre danach - Aus der Reihe "Lebenslinien"

Von Sonntag, 09.12.2012, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 02.12.2012, 12:42 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Schätze des Islam
Der Krakauer Teppich. Er gilt als einer der schönsten der Welt, wurde einst geteilt, in der Mitte durchgerissen, gestohlen, verkauft, ging verloren und wurde wieder gefunden: der „Krakauer Teppich“.

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Dokumentation – Die Dokumentation erzählt die Geschichte des aus dem 16. Jahrhundert stammenden „Krakauer Teppichs“, der mit seiner reichen und wechselhaften Vergangenheit heute als einer der schönsten Teppiche der Welt gilt. Er wurde einst geteilt und sogar in der Mitte durchgerissen. Er wurde gestohlen, verkauft, ging verloren und wurde wieder gefunden. Dieser Teppich liest sich wie ein Buch und entführt den Betrachter in die Tiefen der drei monotheistischen Weltreligionen: Judentum, Christentum und Islam.

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Mit wunderschönen Bildern und märchenhaften Animationen erzählt die Dokumentation von Valéry Gaillard und Elisabeth Kiledjian die wechselhafte Geschichte des „Krakauer Teppichs“, der im 16. Jahrhundert im Iran entstand. Die eine Hälfte des zweigeteilten Teppichs befindet sich heute im Louvre in Paris, die andere im Schlossmuseum von Krakau in Polen.

Auf den ersten Blick wirkt der Teppich wie ein Gemälde: Ein Medaillon umringt und verziert von zahlreichen Blüten, Bäumen und Tieren. Die Überfülle erinnert an die Jahrtausende währende Gartenbaukunst der Iraner, die von jeher Grundbestandteil ihrer Kultur ist und länger Bestand hat, als der Islam. Den Teppich ziert ein Garten, der eine Botschaft in sich trägt, die es zu entschlüsseln gilt. Aber wer weiß schon, dass der Granatapfel im Iran den Körper und die Seele läutern soll? Und wer sieht in der kleinen rot-blauen Blüte, die einer Seerose zum Verwechseln ähnlich sieht, schon den Teich, den diese symbolisieren soll? Die Bäume, Blumen und Tiere versinnbildlichen die Literatur und Poesie des Landes und bieten einen Einblick in die Kulturgeschichte des alten Irans.

Die Dokumentation verfolgt die Reise des „Krakauer Teppichs“: Wie er Anfang des 16. Jahrhunderts von Tahmasp I., dem zweiten Schah der Safawidendynastie in Auftrag gegeben wurde und aus dem Iran, über die Türkei, 1683 – noch im Ganzen – nach Wien und von dort aus schließlich nach Krakau gelangte. In poetischen Bildern zu ausgewählten Klängen lebt der heute in Vergessenheit geratene, unschätzbare materielle wie auch ideelle Wert des damaligen Prestigeobjekts „Teppich“ wieder auf und werden Geschichte und Mythen, die der Teppich darstellt, neu erzählt. 12:30-12:56 • arte

Der Krieg in meinem Kopf
Bosnien 20 Jahre danach – Aus der Reihe „Lebenslinien“. Robert war begeisterter Stabsunteroffizier, Elitesoldat und Hundeführer. Als Fallschirmjäger kämpft er erst im Kosovo, später in Afghanistan. Am 2. März 2002 explodiert zwei Meter neben ihm eine Rakete. Fünf Soldaten vor ihm werden getötet, auch zwei seiner Kameraden. Er selbst überlebt wie durch ein Wunder. Die äußeren Wunden verheilen, aber für ihn ist nichts mehr wie zuvor. Denn der Krieg geht nach seiner Rückkehr in Deutschland weiter: in seinem Kopf. Robert leidet unter Schlafstörungen und Albträumen, kleinste Gerüche oder Geräusche reichen, und er ist wieder mitten im Krieg.

Er wird zunehmend aggressiver und kann sich kaum noch konzentrieren. Er zieht sich immer weiter von seiner Familie und seinem Umfeld zurück. Trotzdem entscheidet er sich für zwei weitere Einsätze im Ausland. Seiner Überzeugung nach muss ein Soldat funktionieren.

2008 verliebt er sich, und plötzlich ist alles anders. Er will eine Familie gründen und ein ganz normales Leben führen. Doch immer wieder leidet er unter Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Nesselsucht und Aggressionen. Immer deutlicher spürt er die Folgen einer Krankheit, die er lange nicht wahrhaben wollte: der Posttraumatischen Belastungsstörung, kurz PTBS. 06:00-06:45 • tagesschau24

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