Niedersachsen 2011

Mehr Polen, Kosovare und Serben, weniger Türken

Zahl der Ausländer in Niedersachsen ist im Jahr 2011 um 2,7 % gestiegen. Ein besonders hoher Zuwachs wurde bei der Zahl der Menschen aus Polen, Serbien und dem Kosovo verzeichnet. Die Zahl der Türken ist weiterhin rückläufig.

Mittwoch, 22.08.2012, 8:28 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 26.08.2012, 23:49 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Ende 2011 lebten in Niedersachsen 470.683 Ausländer, 2,7 % mehr als noch im Vorjahr. Wie der Statistische Landesamt weiter mitteilt, waren nach den Zahlen des Ausländerzentralregisters mehr als drei Viertel aller Ausländer Europäer (78 %), 15 % Asiaten und rund 3 % jeweils Amerikaner und Afrikaner.

Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit stellten auch im Jahr 2011 mit einem Anteil von 20,8 % (97.814 Personen) an allen Ausländern immer noch die größte Gruppe. Allerdings ist ihre Zahl wie auch schon im Vorjahr rückläufig (-1,9 % im Jahr 2011, -2,2 % im Jahr 2010). Zwei weitere größere Nationalitätengruppen unter den Ausländern in Niedersachsen kommen aus Polen (10,1 %; 47.640 Personen), ihre Zahl nahm gegenüber dem Vorjahr um 14,6 % zu, und aus den Niederlanden (6,4 %; 29.954 Personen), ihre Zahl erhöhte sich lediglich um 1,8 %.

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Ausländer in Niedersachsen © MiG

Ausländer in Niedersachsen © MiG

Serbien und Kosovo mit hohen Zuwachsrungsraten
Die größte Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr zeigte sich bei der Anzahl der Menschen aus Serbien mit +81,8 %. Ende 2011 lebten insgesamt 17.706 Serben in Niedersachsen, im Vorjahr waren es 9 740 Personen gewesen. Auch bei den Personen aus dem Kosovo konnte eine Zunahme von +47,3 % festgestellt werden, von ihnen lebten Ende des vergangen Jahres insgesamt 10.768 Personen in Niedersachsen, 7.309 waren es 2010.

Höhere Veränderungsraten zeigten sich auch bei den folgenden Ländern, auch wenn die Zahl der Personen zum Teil relativ klein ist: Lettland +40,1 %, Cote d`Ivoire (Elfenbeinküste) +32,5 %, Bulgarien +28,7 %, Rumänien +24,3 %, Slowakei +21 % und Litauen +20,7 %.

Zuwachs aus wirtschaftlich geschwächten EU-Ländern
Aus den zurzeit am stärksten wirtschaftlich geschwächten EU-Ländern nahm die Zahl der Personen leicht zu. 2011 lebten 14.785 Griechen in Niedersachsen, 2,7 % mehr als noch im Vorjahr. Auch die Zahl der Menschen aus Portugal (7.143 Personen) erhöhte sich um 3,3 %, die Zahl der Spanier (8.681 Personen) vergrößerte sich um +1,5 %.

Im Ausländerzentralregister werden alle Personen geführt, die keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, dazu zählen auch 1.676 Staatenlose und 5.200 Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Deutsche, die gleichzeitig eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen, gehören nicht dazu. (eb)

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