Russlanddeutsche

Millionen für Erhaltung der kulturellen Identität und Förderung der deutschen Sprache

Die Bundesregierung hat für die Erhaltung der kulturellen Identität und zur Förderung der deutschen Sprache von in Russland lebenden Russlanddeutschen eine Summe von rund 9 Millionen Euro für das Jahr 2012 vorgesehen.

Freitag, 01.06.2012, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 04.06.2012, 23:22 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Im Rahmen der zweitägigen (30. Und 31.5.12) Sitzung der Deutsch-Russischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen in Zerbst würdigte der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen, Christoph Bergner (CDU), die erfolgreiche Arbeit der Kommission. Auch in Zukunft werde die Bundesregierung der geschichtlich bedingten besonderen Verantwortung Deutschlands für die Russlanddeutschen in ihren Herkunftsgebieten gerecht werden und diese im Rahmen des finanziell Möglichen weiterhin unterstützen.

So habe die die deutsche Bundesregierung im Jahr 2011 rund 9,118 Mio. Euro für Hilfsmaßnahmen zugunsten der in der Russischen Föderation lebenden Russlanddeutschen zur Verfügung gestellt. Für 2012 seien ca. 8,742 Mio. Euro vorgesehen.

Erhalt der kulturellen Identität
„Maßgebliches Ziel der deutschen Förderpolitik ist auch weiterhin die Unterstützung bei der Erhaltung und Weiterentwicklung der kulturellen Identität der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation. In diesem Sinne liegen die Schwerpunkte der Hilfen der deutschen Bundesregierung in der Unterstützung der vielfältigen, insbesondere kulturellen Aktivitäten der russlanddeutschen Begegnungsstätten, der Stärkung der Jugendarbeit, der gezielten Herausbildung von Fach- und Führungskräften unter den Russlanddeutschen und insbesondere die Förderung des Gebrauchs der deutschen Sprache als unverzichtbarer Bestandteil der russlanddeutschen Identität“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Bundesinnenministeriums.

Große Bedeutung hätten auch die länderübergreifenden Partnerschaften zwischen den Organisationen der Russlanddeutschen in Russland und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in der Bundesrepublik Deutschland. So seien zwischenzeitlich 25 Kooperationsabkommen geschlossen und eine Vielzahl von bilateralen Partnerschaftsprojekten durchgeführt worden, die eine völkerverbindende Brücke zwischen den Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands darstellen. (bk)

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  1. Integrationsexperte sagt:

    Hallo? Ich dachte die Minderheiten sollten die Leitkultur akzeptieren und sich assimilieren? Erst auf den türkischen Staat eindreschen, und dann selber die „Kultur pflegen“. Paradox?

  2. Brandt sagt:

    @Integrationsexperte

    Das Leben sollte Migranten eines gelehrt haben, Staat und Kapital sind keine ehrbaren Makler, wenn es um Migrationsfragen geht.

    Daher sollte man Sprach- und Kulturpolitik nicht von den Launen des deutschen oder türkischen Staates abhängig machen.

    Die Lebenswelten und Sitten von Migranten unterscheiden sich sehr deutlich von der Herkunftsgesellschaft.

    Lassen Sie sich nicht von Peanuts abspeisen. Das hochgelobte multikulturelle Vorbild Kanada hat seine Immigranten mit 25 Mio. abgespeist – der Gegenwert eines Kampfhubschraubers. Die 8,47 Mio. kann man vernachlässigen.

    Beschweren Sie sich lieber über die 30 Mrd. € an die staatlichen Lotterien, die von Migranten, Arbeitern, Rentnern und unteren Mittelschichten finanziert werden über Los-Käufe, aber für Opern, Theatern und sportliche Förderungen für die gehobenden Schichten ausgegeben werden.

    Fordern Sie lieber für die staatlichen Lotterien, dass das Budgetrecht von den Sozialwahlen abhängig gemacht werden. Bei den Sozialwahlen sind traditionell arbeitnehmerfreundliche Wahlergebnisse zu erwarten. Mit Millionen Teilnehmern ist das eine gute Legitimationsbasis, um die 30 Mrd. an Kindergärten, Gemeinschaftsschulen, Kinder- und Schülerläden, Bibliotheken, Mehrgenerationen Häuser und innerstädtische Sportplätze zu verteilen.