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Brückenbauer

Heute schon „Danke“ gesagt?

Sozial und politisch engagierte Menschen sind oft undankbar. Man ist nicht bürgernah und sozial, wenn man Dankbarkeit nicht äußern kann, findet Derya Ovalı.

Von Derya Ovalı Donnerstag, 26.04.2012, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 30.04.2012, 1:11 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Ich engagiere mich seit 2005 in verschiedenen Verbänden und Projekten. Außerdem bin ich in der SPD. Ich möchte mich heute nicht zu den wichtigen Themen wie Migration, Teilhabe oder Diskriminierung äußern. Mit meinem Beitrag möchte ich insbesondere sozial und politisch Engagierte erreichen.

Leider muss ich vermehrt feststellen, dass Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, die eine Vorbildfunktion in sozialen Projekten übernehmen und die versuchen, eine bürgernahe Politik zu machen, sehr oft an ihren eigenen sozialen Kompetenzen scheitern.

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Es fehlt mir insbesondere an Menschen, die dankbar sind.

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Ohne ein ausgeprägtes soziales Verhalten kann es kein erfolgreiches politisches Engagement geben. Ohne Dankbarkeit ist man nicht glaubwürdig und kann nicht auf Dauer glücklich sein, in dem, was man tut.

Wir, auch ich als Kommunalpolitikerin, genießen Vorteile und sollten, viel mehr uneigennützige gute Taten ausführen. Wir sollten den Menschen, die uns in unserer Arbeit unterstützen, die Worte in Taten umsetzen, mit einem Lächeln danken.

Politiker leben von ihrem Wissen, Netzwerk und ihren Problemen, die sie alleine nicht lösen können. Sie sind angewiesen auf ihre Mitarbeiter, auf ihre Arbeitsgruppen und natürlich auf die Mithilfe der ehrenamtlichen Unterstützer. Menschen brauchen Menschen, die mit ihnen auf gleicher Augenhöhe reden, die ihr Engagement schätzen und es würdigen.

Nur weil man sozialdemokratisch ist oder Sozialpädagogik studiert hat, heißt das lange nicht, dass man sozial korrekt ist, wie manche glauben. Man sollte nicht aufhören, an sich zu arbeiten, sich selbst zu erziehen und Selbstkritik auszuüben. Denn einen guten Politiker macht es auch aus, dass er selbstreflektierend seine Arbeit kritisch bewertet. Als ein Zeichen dieses Verständnisses gehört es sich auch, sich mit den unterschiedlichen Positionen, die einem vielleicht weniger zusagen, auseinanderzusetzen. Jede alltägliche Begegnung sollte zu einem Diskurs der Meinungsfindung führen. So ist es auch keine Seltenheit, auf neue Gedanken und deren pragmatische Umsetzung zu stoßen.

In diesem Sinne lasse ich Euch mein bestes Wort zukommen: „Danke!“

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