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22.02.2012 – Xi Jiping, Erdoğan, Davutoğlu, Türkei, Somalia, China, Gül

Die Themen des Tages sind: Xi Jiping in Ankara; Eine nette Geste von Xi Jinping an Erdoğan; Davutoğlu schlug ein Gewissensforum vor; Babacan: „Türkei stellt eines der Ausnahmen dar“; Der Handel mit China wird wachsen; Raiser: „Türkei ist ein Model für die Region geworden“; 640 Millionen Lira für Somalia; Sieben wichtige Vereinbarungen mit China abgeschlossen

Von BYEGM Mittwoch, 22.02.2012, 12:49 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 22.02.2012, 12:53 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Xi Jiping in Ankara
Chinas Vizestaatspräsident Xi Jinping kam vorgestern im Rahmen seines offiziellen Besuchs in Ankara an. In Begleitung von Delegationen hat der chinesische Vizestaatspräsident offizielle Kontakte in Ankara geführt.

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Jinping besuchte zunächst das Mausoleum von Atatürk. Hier legte der Gast einen Kranz nieder und trug sich in das Gästebuch ein.

Nach seinem Besuch in Mausoleum kam der Vizestaatspräsident mit dem Parlamentspräsidenten Cemil Çiçek zusammen. Jinping betonte hier, China wolle sich gemeinsam mit der Türkei dafür einsetzen, die Kooperation in verschiedenen Bereichen wie etwa Wirtschaft, Politik, und Sicherheit weiter auszubauen. Çiçek hingegen erläuterte, dass die enge Kooperation zwischen beiden Ländern, für die Region sowie für die ganze Welt von großem Nutzen sein könnte.

Anschließend wurde Jinping vom Staatspräsidenten Abdullah Gül in der Residenz zu Çankaya empfangen. Nach bilateralen Gesprächen zwischen beiden Staatsmännern, wurden sieben verschiedene internationale Verträge unterzeichnet.

Eine nette Geste von Xi Jinping an Erdoğan
Nach einem Gespräch mit Staatspräsident Abdullah Gül in der Residenz zu Çankaya, hat Chinas künftiger Staatschef Xi Jinping seine Reise am Abend in İstanbul fortgesetzt und besuchte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Erdoğan und Jinping kamen im Arbeitsbüro in Dolmabahçe Palast zusammen.

Auch Außenminister Ahmet Davutoğlu war bei dem Treffen anwesend. Unter anderem haben sich Erdoğan und Jinping darüber geeinigt die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu vertiefen.

Laut Angaben habe Xi Jinping dem Ministerpräsidenten Erdoğan gute Genesung gewünscht.

Davutoğlu schlug ein Gewissensforum vor
In einer Interview nach der Teilnahme an dem Außenminister-Treffen der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) in Mexico Los Cabos teilte Außenminister Ahmet Davutoğlu mit, dass er zur Sicherung von globalen Frieden und Sicherheit vorgeschlagen hat, die 47 wenig entwickelte und 20 hochentwickelte Länder zusammen zu bringen.

Des Weiteren wies er darauf hin, dass es weltweit zu große Ungleichheiten in der Verteilung von Vermögen und Einkommen herrscht. Die menschliche Entwicklung sei nicht nur eine Gewissensfrage sondern könne auch der globalen Frieden und Sicherheit dienen, so Davutoğlu. Bei dem Treffen war Davutoğlu eines der Außenminister, die ein großes Interesse fand.

Später trugen Davutoğlu und andere Außenminister das traditionelle Guayabera-Hemd, das in Mexico getragen wird und ließen sich fotografieren.

Babacan: „Türkei stellt eines der Ausnahmen dar“
Vizepremier Ali Babacan stellte in einer Pressekonferenz dem UN-Bericht über nachhaltige Wirtschaftsentwicklung vor und beantwortete die Fragen der Journalisten.

Um eine nachhaltige Entwicklung zu erzielen, müsse vor allem die Armut vermindert und die Ungleichheiten in den Bereichen wie das Wachstum und die Verteilung von Einkommen aufgebessert werden, betonte Babacan.

In dem Bericht werde darauf aufmerksam gemacht, dass die Ungleichverteilung der Einkommen weltweit gestiegen ist. In Ausnahme stünden jedoch zwei Länder: die Türkei und Brasilien, so Babacan.

Der Handel mit China wird wachsen
Mit Chinas Vizestaatspräsident Xi Jinping, der als Gast von Staatspräsident Abdullah Gül in in der Residenz zu Çankaya offiziell empfangen wurde, sind insgesamt sieben wichtige Vereinbarungen abgeschlossen. Darunter auch ein Swap Vereinbarung zwischen der türkischen und chinesischen Zentralbanken, das in Wert von 3 Milliarden Euro Höhe beträgt. Mit der Vereinbarung endet der Handel zwischen den beiden Ländern, der bisher mit Euro und Dollar Währungen geführt wurde. Im gegenseitigen Handel sollen von nun an die Landeswährungen Yuan und Lira gefördert werden. Dies soll zu Erleichterung des gegenseitigen Handels beitragen.

China ist in Asien der größte und weltweit nach Deutschland und Russland der drittgrößte Handelspartner von Türkei. Das bilaterale Handelsvolumen zwischen beiden Ländern ist in letzten zehn Jahren auf 21 Fache gestiegen und ist über 24 Milliarden Dollar gewachsen.

Raiser: „Türkei ist ein Model für die Region geworden“
Martin Raiser, der neue Weltbank-Landesdirektor für die Türkei betonte, dass manche Staaten in der Region die Türkei als Model annehmen. In einen Interview mit dem Nachrichtensender NTV erläuterte Raiser, dass die Leistungsbilanzdefizit der Türkei in der bevorstehenden Periode sich verringern und an Stabilität gewinnen wird.

640 Millionen Lira für Somalia
Vor dem Somalia Konferenz morgen in England, veröffentlichte das Ministerpräsidialamt ein Bericht über Somalia. Laut dem Bericht hat die Türkei bisher von Dürre und Hunger betroffenen Somalia Hilfsgüter im Wert von 640 Millionen Lira bereitgestellt.

Dem Bericht nach hat die Türkei auch dazu beigetragen, die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) zu mobilisieren und verschaffte dadurch, dass ein Fond im Wert von 350 Millionen Dollar für Somalia bereitgestellt wurde.

Unter anderem wurde auf Anweisungen von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan ein Krankenhaus mit 200 Betten gebaut und für 400 Studenten aus Somalia Studienplätze in der Türkei ermöglicht.

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