TV-Tipps des Tages

20.02.2012 – Rosenmontag, Migranten, Karneval, Türkei, Ausländer, Köln

TV-Tipps des Tages sind: Rosenmontagszug Düsseldorf 2012: Der Düsseldorfer Rosenmontagszug steht, wie der gesamte Düsseldorfer Karneval; Leben für den Karneval; Rosenmontagszug Köln 2012; Meine Liebe in Deutschland: "Eigentlich hatte ich nie vor aus der Türkei zu heiraten", sagt Atilla Gümüstas. Aber dann hat es ihn erwischt

Von Montag, 20.02.2012, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 16.02.2012, 16:03 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

Rosenmontagszug Düsseldorf 2012
Der Düsseldorfer Rosenmontagszug steht, wie der gesamte Düsseldorfer Karneval, in der Session 2011/2012 unter dem Motto „Hütt dommer dröwer lache“. Der traditionell eindrucksvolle Narrenzug, der sich zum 187. Mal seit Bestehen durch die Straßen der Rheinmetropole bewegt, hat wieder weit über 5000 Teilnehmer, über 70 aufwendig und mit viel Liebe gestaltete Gesellschafts- und Mottowagen, ca. 70 Fußgruppen und 40 Kapellen aus dem In- und Ausland, die die erfahrungsgemäß über eine Million Narren am Straßenrand bei hoffentlich schönem Wetter in Stimmung bringen werden. Den Höhepunkt des Zuges bildet wie gewohnt der Wagen des Prinzenpaares, auf dem Prinz Thomas II. und Venetia Anke Hof halten werden.

Für die TV-Zuschauer kommentiert wird der Zug in diesem Jahr von René le Riche, bekannt als Moderator der beliebten WDR-Nachmittagssendung „Daheim und unterwegs“ und erstmalig von der Düsseldorfer Gastronomin und Sängerin Barbara Oxenfort, ihres Zeichens Venetia des Jahres 2008 und ausgewiesene Kennerin des Düsseldorfer Karnevals.

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Die Übertragung des Düsseldorfer Rosenmontagszuges wird ab ca. 15.30 Uhr im WDR Fernsehen fortgesetzt. 14:00-15:30 • Das Erste (ARD)

Leben für den Karneval
Dokumentation (Gesellschaft – Karneval/Fasching)– Film von Thomas Aders – Sex, Samba und leicht bekleidete Schönheiten – das sind die Markenzeichen des weltberühmten Karnevals von Rio de Janeiro. Doch um diesen lebensfrohen Eindruck zu vermitteln, arbeiten Tausende von Mitgliedern jeder der zwölf traditionellen Sambaschulen ein Jahr lang mit höchster Konzentration. Kaum jemand in Europa ahnt, wie streng die Vorgaben sind, wie gnadenlos die Punktrichter, wie übermenschlich der Druck. Jeder Fehler wird geahndet, und nur ein vollkommen perfekter Auftritt bietet die Chance, unter die ersten drei zu kommen. Die Dokumentation „Leben für den Karneval“ von Auslandskorrespondent Thomas Aders begleitet den Sieger von 2010, „Unidos da Tijuca“, ein Jahr lang bis zum Auftritt im Karneval 2011 im berühmten Sambodrom von Rio. Diese Sambaschule ist die drittälteste in Rio de Janeiro. Er beschreibt das Leben und Arbeiten in den Hallen des Karnevalsvereins, zeigt, wie so ein Massenauftritt funktioniert, welche Bedeutung die fünfte Jahreszeit in Rio hat und welche Emotionen dabei frei werden. 14:45-15:10 • 3sat

Rosenmontagszug Köln 2012
„Jedem Jeck sing Pappnas“ lautet das Motto, das sich das Festkomitee Kölner Karneval für die Session 2011/2012 auf die Fahnen geschrieben hat. Zurück zu den Wurzeln des rheinischen Frohsinns also mit einem urkölschen Aufruf, der nicht zufällig an die hiesige Lebensweisheit „Jeder Jeck ist anders“ erinnert. Schon bei der Karnevalseröffnung am 11.11. auf dem Heumarkt zeigte sich, dass Zugleiter Christoph Kuckelkorn mit dem neuen Motto ins Schwarze getroffen hat: Ob Politiker, Musiker oder Büttenredner – alle trugen rote Pappnasen, und tausende feierwütige Narren von Nah und Fern taten es ihnen gleich. Ein gutes Omen also für den Höhepunkt der närrischen Zeit, den Rosenmontagszug.

Und der zieht die Menschen an, denn Jahr für Jahr kommen über eine Million Menschen allein zum Rosenmontagszug nach Köln. Zugleiter Christoph Kuckelkorn verspricht wieder einen Zug der Superlative, der in Deutschland seinesgleichen sucht: Rund sieben Kilometer ist er lang, genauso lang wie die Wegstrecke, bei einer „Vorbeimarschzeit“ von vier Stunden oder mehr. Über 10.000 Teilnehmer in 62 Gruppen sowie mehr als 120 Kapellen aus den In- und Ausland und 500 Pferde werden sich am Chlodwigplatz aufstellen und dann quer durch die Innenstadt den 6,5 Kilometer langen Weg bis zur Mohrenstraße ziehen. Allein im vergangenen Jahr wurden 300 Tonnen Süßigkeiten unter das Narrenvolk geworfen. Und Themen, die 2012 aufs Korn genommen werden können, gibt es genug: die Eurokrise, das FDP-Debakel, den arabischen Frühling und natürlich die vielen Pannen und Skandälchen in der Domstadt selbst.

Wie bisher wird Das Erste alle Höhepunkte des närrischen Treibens ein wenig zeitversetzt auf dem Bildschirm präsentieren. Der Ü-Wagen der ARD wird wie in den vergangenen Jahren in der Kölner Südstadt, dem Severinsviertel, stehen. In diesem „kölschesten“ aller Kölner Viertel erwarten die Zuschauerinnen und Zuschauer zwei vertraute Gesichter als Kommentatoren in der Sprecherkabine: Gisbert Baltes und Willibert Pauels, der als „Frommer Jeck“ inzwischen zu den absoluten Stars „in der Bütt“ aufgestiegen ist. Ihnen zur Seite steht Jochen Hilgers, der die Stimmung unter den Jecken auf der Straße einfängt.

Reinold Luis und Jürgen Hilger-Möltgen. 15:30-17:00 • Das Erste (ARD)

Meine Liebe in Deutschland
„Eigentlich hatte ich nie vor aus der Türkei zu heiraten“, sagt Atilla Gümüstas. Aber dann hat es ihn erwischt: In Kastamonu, einer Provinzstadt in Anatolien hörte der 24-jährige Deutsch-Türke die Stimme einer Radiomoderatorin.

Sie ließ ihn nicht mehr los. Er lernte Cavidan kennen, es war Liebe auf den ersten Blick. Nun sitzt er mit seiner Frau im winzigen Hotelzimmer in Ankara und büffelt mit ihr für die Deutschprüfung. Wenn Cavidan besteht, kann sie endlich zu ihm nach Köln kommen. Die beiden sind schon zwei Jahre verheiratet. Eine Liebe mit Hindernissen.

Auch Güzide Öztürk aus Ahlen kann es kaum erwarten, dass sie zusammen leben: Ihr Mann wollte vor anderthalb Jahren schon nach Deutschland ziehen, gleich nach der Hochzeit. Aber er hat sie immer wieder vertröstet: Burak, 33, lässt seinen PC-Laden mit angeschlossenem Internet-Café in einer Kleinstadt südlich von Ankara nur schweren Herzens hinter sich. Er weiß, in Deutschland wird alles anders: „Der Tee wird anders schmecken“. Und er muss Deutsch sprechen können.

Wenn Imran Cosgun an der Kasse im Lebensmittelladen ihres Vaters sitzt, vertippt sie sich oft. Denn die 20-Jährige denkt an Ömer. Der ist weit weg, in Ankara. Seit Jahren kommunizieren sie fast nur übers Internet, dabei hilft sie ihm auch beim Deutschlernen. Ömer will alles für sie aufgeben: Seine Heimat, die Nähe zur Familie, den guten Posten bei der Flughafenbus-Gesellschaft. Die beiden waren lange heimlich verliebt, bis Imrans Vater ein Foto von Ömer bei ihr fand.

Reporterin Christiane Haas erzählt drei zauberhafte Liebesgeschichten aus der deutsch-türkischen Lebenswelt und stellt dabei viele Fragen: Warum heiratet die finanziell unabhängige Güzide lieber einen Mann aus der Türkei? Warum trägt Imran eigentlich Kopftuch? Und was genau passiert in einer Henna-Nacht? 06:15-06:45 • EinsExtra

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