Türkische Presse Türkei

02.02.2012 – Gül, Erdoğan, USA, Israel, PKK, Terror, Iranische Atomprogramm

Die Themen des Tages sind: Güls Kontakte in Dubai; Erdoğan empfing Dr. Ömer Özkan; Davutoğlu wird die USA besuchen; Besiedlungsminister aus Bahrain besucht Çağlayan; Trockenfrachter im Schwarzen Meer gesunken; Israel im Besitz von Nuklearwaffen; Das iranische Atomprogramm; Schwerer Schlag gegen PKK von den USA

Von BYEGM, TRT Donnerstag, 02.02.2012, 13:43 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 02.02.2012, 13:44 Uhr Lesedauer: 6 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Güls Kontakte in Dubai
Am dritten Tag seines Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Dubai, besichtigte Staatspräsident Abdullah Gül, die Baustellen, die von den türkischen Unternehmern betrieben werden. Gül besuchte die Anlegestelle für Fähren und den Hippodrom Platz. Der Bau des Hippodrom-Platzes, der von türkischen Bauunternehmen durchgeführt wird, soll in 2014 abgeschlossen werden. Die wichtigste Eigenschaft dieses Projektes ist es, dass es sich dabei um das größte horizontale Gebäude weltweit handelt.

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Erdoğan empfing Dr. Ömer Özkan
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan empfing gestern die Ärzte die die erste Gesichtstransplantation der Türkei durchgeführt haben. Erdoğan gratulierte Plastischen- und Rekonstruktionschirurgen Prof. Dr. Ömer Özkan für die erfolgreichen Operationen. Prof. Dr. Ömer Özkan gab Ministerpräsident Erdoğan Information über den aktuellen Zustand seines Patienten. Dr. Ömer Özkan sagte, dass der Zustand seines Patienten von Tag zu Tag besser geht.

Davutoğlu wird die USA besuchen
Außenminister Ahmet Davutoğlu wird im der nächsten die USA besuchen. Im Rahmen seiner Kontakte in den USA wird Davutoğlu mit der US-Außenministerin Hillary Clinton zusammen kommen. Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten, bilaterale Beziehungen und der Kampf gegen den Terror werden auf der Tagesordnung des Besuches sein. Unter anderem wird Davutoğlu auch mit den US-Kongress Mitgliedern zusammen kommen.

Besiedlungsminister aus Bahrain besucht Çağlayan
Besiedlungsminister aus Bahrain Basim Bin Yakup El Hamer besuchte gestern Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan. El Hamer wies darauf hin, dass Bahrain einen großen Wert auf die türkischen Bauunternehmer legt. El Hamer sagte: „Wir wollen den Zusammenarbeit in diesem Bereich erweitern.“ Çağlayan teilte seinerseits mit, dass die türkischen Baufirmen an den Bauprojekten in Bahrain teilnehmen wollen.

Trockenfrachter im Schwarzen Meer gesunken
Vor Ereğli bei Zonguldak ist gestern ein Trockenfrachter gesunken. Drei der 11 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, die anderen konnten noch nicht gefunden werden. Wie der Gouverneur von Zonguldak Erol Ayyıldız bekannt gab, sank der unter kambodschanischer Flagge fahrende Trockenfrachter ‚Vera‘ eine Meile vor der Küste der Kreisstädte Ereğli und Alaplı. Aufgrund stürmischer Seeverhältnisse drang in den Trockenfrachter Wasser ein. Von 11 Besatzungsmitgliedern konnten drei gerettet werden. 10 der Besatzungsmitglieder stammen aus der Ukraine, einer aus Georgien. Mannschaften der Küstenwache und die Polizei setzen ihre Sucharbeiten an der Küste fort. Das Schiff hatte Gusseisen aus Russland geladen, das nach Aliağa bei Izmir transportiert wurde.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Schwerer Schlag gegen PKK von den USA
In Star tritt eine Meldung unter der Schlagzeile „schwerer Schlag gegen PKK von den USA“ in den Vordergrund. Das Amt für Kontrolle von Auslandsvermögen (OFAC) des US-Finanzministeriums habe die in Moldawien lebenden und für die Terrororganisation tätigen Zeyneddin Geleri, Cerkez Akbulut und Ömer Boztepe als „speziell als Rauschgiftschmuggler eingestufte Personen“ erklärt. Dem Blatt nach habe OFAC auch Ömer Geleri und seine in Rumänien ansässigen Unternehmen wegen der Bedingungen zu Zeyneddin Geleri in derselben Kategorie eingestuft.

Das Land, das im Visier steht
In Zaman lesen wir unter der Schlagzeile „das Land, das im Visier steht“ einen Artikel von dem Kolumnisten Ali Bulac. Darin heißt es, um die Ereignisse mit Kaltblütigkeit zu verstehen, muss auf das ganze Bild geschaut werden. Denn das Iran-Thema interessiert sowohl die nahe Zukunft der Türkei als auch der islamischen Welt. Das in Washington ansässige Institut für Wissenschaft und internationale Sicherheit ISIS habe einen Bericht veröffentlicht, wonach der Iran in 2012 in seinem Vorhaben über den Bau einer Atomwaffe scheitern werde, schreibt der Kolumnist Bulac.

Das iranische Atomprogramm
Der Nuklearexperte David Albright habe betont, im Gegensatz zu den Erklärungen der USA und der Verbündeten sei das iranische Atomprogramm noch nicht auf einem bedrohlichen Niveau. Der britische Diplomat i.R. Jeremy Greenstock dagegen habe unterstrichen, auch wenn Israel anders denkt werde das gefährliche Image Irans für die Region übertrieben. Trotz der israelischen Rhetorik nach einer iranischen Bedrohung glaube Greenstock nicht, dass Israel seine Soldaten außerhalb seiner Grenzen einsetzen wird. Bulac schreibt in seinem Artikel weiter, Greenstock habe auf eine weitere Realität hingewiesen. Die USA haben Truppen im Irak, in Katar, in Afghanistan und unterhalten enge Beziehungen mit der Türkei. In Betracht dieser Bedingungen versuche der Iran eine neue Außenpolitik zu entwickeln. Für den Iran sind nicht nur die USA und Israel eine Bedrohung. Wikileaks-Dokumenten nach habe Saudi-Arabien Israel suggeriert und vorgeschlagen, gegen Iran einen Militärschlag auszuüben.

Der Vorsitzende des in London ansässigen Instituts für internationale strategische Studien, Mark Fitzpatrick habe die Ansicht vertreten, das iranische Atomprogramm komme von der Problematik her nach Nordkorea und Pakistan an dritter Stelle. Denn noch sei Teheran nicht im Besitz einer Nuklearwaffe. Eigentlich haben die USA und Israel, natürlich mit Unterstützung der EU, den „Krieg“ gegen den Iran bereits begonnen. Die vor Gefechten und möglicher militärische Invasion praktizierten Attentate, Explosionen, Computerviren, psychologische Kriegstechniken sowie Medienpropaganda seien Zeichen für den bereits geführten „Krieg“.

Weiter lesen wir in dem Kommentar, der ehemalige Sprecher des US-Repräsentantenhauses Newt Gingrich habe im November vergangenen Jahres im CBS-Fernsehen betont, ein Weg das iranische Nuklearprogramm zu beenden seien Attentate gegen iranische Wissenschaftler. Der kasachische Staatspräsident Nursultan Nasarbajew dagegen habe im Zusammenhang mit der Iran-Frage gesagt, das internationale System verfolge gegen den Iran eine doppelmoralische Einstellung. Die übertriebene Iran-Gefahr sei nicht glaubwürdig habe Nasarbajew vermerkt.

Israel im Besitz von Nuklearwaffen
Der Kolumnist erinnert in seinem Artikel an die Aussage des israelischen Verteidigungsministers Ehud Barak. Demnach habe Barak gesagt, Behauptungen zufolge ist Israel im Besitz von Nuklearwaffen. Deshalb ist es verständlich, dass auch der Iran den Besitz von Atomwaffen anstrebt. Denn Barak zufolge sei nicht allein der Iran das Problem. Die islamischen Länder in der Region, einschließlich die Türkei, seien für den Besitz von Atomwaffen nicht kompetent. Die Welt könne es verkraften, dass die USA eine Atommacht sind. Unter bestimmten Bedingungen könne die Welt auch Russland, China und sogar Indien als Atommacht verkraften. Aber wenn der Iran Atomwaffen besitzen sollte, werde es nicht möglich sein, dass auch Saudi-Arabien Atomwaffen entwickelt. Dann könne auch nicht verhindert werden, dass die Türkei ebenfalls Atomwaffen produziert. Dies sei auch für Ägypten gültig. Dies werde dann zur Folge haben, dass weit mehr verantwortungslose Kreise einen nuklearen Rüstungswettlauf beginnen und dies sei sehr gefährlich, habe Barak betont, schreibt der Kolumnist Ali Bulac in seinem Artikel in der Zeitung Zaman.

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