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Türkische Presse Türkei

05.12.2011 – Erdoğan, Biden, Türkei, Davutoğlu, Deutschland, Neonazi, Terror

Die Themen des Tages sind: Erdoğan wird nach Katar reisen; Erdoğan-Biden Gespräch; Davutoğlus Deutschland Reise; Davutoğlu besucht Orthodoxen und Aramäer Kirchen; Sarigül – Gabriel Treffen; Schlüsselrolle der Türkei; Er hat Erdogan seine Irak-Eindrücke übermittelt; TPAO beabsichtigt Fortsetzung der Arbeiten in Libyen

Von Montag, 05.12.2011, 12:10 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 05.12.2011, 12:10 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Erdoğan wird nach Katar reisen
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan wird am 10. Dezember zur Teilnahme an der Konferenz der Allianz der Zivilisationen in Doha nach Katar reisen. Laut Angaben der Internetseite des Presse- und Informationsamtes werden Erdoğan’s Kontakte in Katar zwei Tage dauern.

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Unterdessen verlängerte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, der letzte Woche am Samstag operiert wurde, auf Anraten der Ärzte seine Ruhepause. Damit wurde die für Montag angesetzte Kabinettssitzung abgesagt. Erdoğan wird noch eine Weile in Istanbul bleiben.

Erdoğan-Biden Gespräch
Das Gespräch zwischen US-Vizepräsidenten Joe Biden und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, das wegen der Operation von Ministerpräsident Erdoğan in Istanbul stattfand, verlief erwartungsgemäß gut und dauerte zwei Stunden. Biden übermittelte Ministerpräsident Erdoğan seine Genesung Wünsche und informierte inh auf Wunsch über seinen Irak besuch. Zu den wichtigsten Themen des Gesprächs zwischen Erdoğan und Biden gehörten Themen wie die Bekämpfung der PKK, die gespaltenen Beziehungen zwischen Syrien, Iran, Israel und der Türkei sowie das Zypernkonflikt und die Beziehungen zu Armenien. Biden und Erdoğan unterhielten sich zudem über das Seminar von Halki und über die angestrebte Verfassungsänderung der Türkei. Im Anschluss an das Gespräch machte Biden eine Besichtigungstour durch Istanbul und legte im alten Stadtteil Samatya eine Rast ein.

Davutoğlus Deutschland Reise
Außenminister Ahmet Davutoğlu, der seine Kontakte in Deutschland seit Donnerstag fortführt besuchte Familienangehörige der Neonazi- Opfer in Hamburg sowie im hessischen Wiesbaden und Friedberg und versprach ihnen Unterstützung. Unterdessen unterhielt sich Davutoğlu in Köln mit den Geschäftsleuten in der Keupstraße und sagte ihnen seine Unterstützung zu. „Ihr seid nicht allein, wir sind immer an eurer Seite.”, so Davutoğlu.

Außenminister Davutoğlu verurteilte die Anschläge und sagte: „Sie sind nicht nur ein rechtsradikaler Akt gegen die Türken, sondern auch gegen die deutsche und auch europäische Kultur.“ Davutoğlu schlug als Zeichen für ein gemeinsames und gelungenes Zusammenleben vor, den 9. Juni zu einem Gedenktag zu ernennen, der nächstes Jahr umgesetzt werden soll. Davutoglu wird heute an der eintägigen Afghanistankonferenz teilzunehmen.

Indessen hatte der türkische Innenminister İdris Naim Şahin am Samstag die Baustelle der Kölner Mosche besucht.

Davutoğlu besucht Orthodoxen und Aramäer Kirchen
Außenminister Ahmet Davutoğlu ist auf seiner Reise durch Deutschland mit türkisch christlichen Angehörigen der griechisch-orthodoxe St. Dimitrius Kirche in Seeberg und die syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien „Mor Petrus und Mor Paulus“ zusammengekommen. Davutoğlu formulierte dass eine Beschlagnahmung des Klosters nicht der Fall ist und das die Waldflächen in der Türkei von der Verfassung Geschützt werden. Davutoğlu betonte Zugleichen, das die syrisch-Orthodoxen Glaube älter als der evangelischen ist.

Sarigül – Gabriel Treffen
Bezirksbürgermeister von Şişli-İstanbul Mustafa Sarıgül, der an dem Berliner Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) teilnahm kam mit dem europäischen Sozialdemokraten zusammen. Sarıgül traf sich am ersten Tag des zweitägigen SPD-Parteitages in Berlin mit dem Parteichef der SPD Sigmar Gabriel. Beim Treffen mit Mustafa Sarıgül erklärte Parteichef Gabriel, dass die Fortsetzung der gegenseitigen Beziehungen von großer Bedeutung sei und sagte: „Die Solidarität, Einigung und gegenseitige Unterstützung der Sozialdemokraten weltweit gewinnt von Tag zu Tag mehr an Bedeutung.“

Sarıgül seinerseits gab bekannt, dass die neuen globalen Entwicklungen zu neuen Problemen führen und diese nur durch eine starke Demokratie gelöst werden können.

Schlüsselrolle der Türkei
Im Vorfeld des EU-Gipfeltreffens am 8.-9. Dezember haben die EU-Länder ihre Erwartungen gegenüber der Türkei aufgelistet. Hierin werden die Lage der Menschenrechte, und die gegen Schriftsteller, Journalisten und Menschenrechtsvertreter eingeleiteten Verfahren sowie das Internetverbot gerügt. Hingegen wurde der Türkei mit ihrer wachsenden Wirtschaft und der Rolle die sie in der Region einnimmt gelobt und ihre Schlüsselrolle die sie damit einnimmt unterstrichen.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Er hat Erdogan seine Irak-Eindrücke übermittelt
Zaman berichtet unter der Schlagzeile „er hat Erdogan seine Irak-Eindrücke übermittelt“, über das Gespräch der Nummer zwei der US-Administration, US-Vizepräsident Joe Biden in Istanbul. Biden habe in der Wohnung in Kisikli ein zweistündiges Gespräch mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan geführt. Dabei habe der US-Vizepräsident ausführliche Informationen über seine Kontakte im Irak im Vorfeld seines Besuchs in der Türkei gegeben. Bei dem Gespräch zwischen Erdogan und Biden seien die Lage im Irak sowie regionale Themen in die Hand genommen worden.

TPAO beabsichtigt Fortsetzung der Arbeiten in Libyen
Sabah meldet unter der Schlagzeile „TPAO beabsichtigt Fortsetzung der Arbeiten in Libyen“, vor dem Sturz des Gaddafi-Regimes habe das türkische Erdölunternehmen TPAO in Libyen erfolgreiche Erdölsondierungsarbeiten durchgeführt. Mit Beginn der Unruhen und den darauf folgenden Auseinandersetzungen seien die Arbeiten ausgesetzt worden. Nun beabsichtige TPAO die Wiederaufnahme der Sondierungsarbeiten. Nach Angaben des Libyen-Direktors Ahmet Tandircioglu seien die für TPAO dienstleistenden Firmen derzeit operationsunfähig und zur Wiederaufnahme der Sondierungen müsse noch etwas gewartet werden.

2. Globale Unternehmergipfel
Yeni Safak bringt die Erklärung von Wirtschaftsminister Zafer Caglayan am zweiten Tag des 2. globalen Unternehmergipfels, der im Istanbuler Kongresszentrum veranstaltet wird. Dem Blatt nach habe Caglayan betont, die Türkei wolle ihre in den vergangenen zehn Jahren erzielten Erfolge mit allen Ländern und Unternehmern teilen.

Biden: „Türkei gehört zu den zehn größten Wirtschaftsmächten“
Hürriyet hingegen berichtet über die Rede von US-Vizepräsident Joe Biden beim globalen Unternehmergipfel. Dem Blatt zufolge habe Biden betont, in 2023 werde die Türkei zu den zehn größten Wirtschaftsmächten gehören. In Betracht auf die Erkenntnisse über die Türkei aus den vergangenen 35 Jahren und den enormen Leistungen der letzten zehn Jahren glaube er, dass die zum 100. Gründungsjahr der Türkischen Republik in 2023 vorgesehenen Ziele ungesetzt werden, habe Biden weiter gesagt.

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