Ausstellung

22:14 … und es kamen Frauen.

Die Ausstellung „22:14 ... und es kamen Frauen.“ porträtiert mit wirkungsvollen Bildern 15 Frauen aus der ersten Gastarbeitergeneration, die vor allem von der Nahrungs-, Textil- und Metallindustrie angeworben wurden.

Mittwoch, 15.06.2011, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 17.06.2011, 4:13 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

„Wir riefen Arbeiter, und es kamen Frauen…“ Mit den Anwerbeabkommen äußerte die junge Bundesrepublik ab 1955 nicht nur ihren Bedarf an männlichen „Gastarbeitern“. Auch Frauen, die damals noch deutlich billigeren Arbeitskräfte, wurden für den wirtschaftlichen Wiederaufbau angeworben. Sie wurden vor allem in der Nahrungs-, Textil- und Metallindustrie eingesetzt. Ende der 1970er Jahre waren von den fast zwei Millionen nichtdeutschen Beschäftigten rund ein Drittel Frauen.

Seit dem 27. Mai 2011 porträtiert die Ausstellung „22:14 … und es kamen Frauen.“ ein Stück dieser Geschichte. Der Blick richtet sich auf die Frauen, die in der ersten Stunde der Arbeitsmigration aus der Türkei und Tunesien nach Deutschland kamen, um hier zu arbeiten und zu leben.

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22:14 – Das Datum und die genaue Uhrzeit ihrer Ankunft ist für jede Einzelne der Frauen zur Chiffre eines Aufbruchs ins Ungewisse und letztlich einer zweiten Heimat geworden.

Info: Die Ausstellung ist in der Galerie des August Bebel Instituts, Müllerstr. 163, Berlin-Wedding noch bis zum 24. Juni in der Zeit von Montag bis Freitag, 14–18 Uhr zu sehen. Weitere Informationen gibt es hier.

Der Journalist Murat Tosun hat fünfzehn „Gastarbeiterinnen“ der ersten Generation interviewt und stellt deren Geschichten auf Türkisch und Deutsch im Rahmen der Ausstellung vor. Die großformatigen und wirkungsvollen Bilder der Fotografin Ute Langkafel ergänzen die Texte.

Das August Bebel Institut präsentiert die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg Gabriele Gün Tank 50 Jahre nach der Unterzeichnung der Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und Deutschland. Zur Ausstellung veranstaltet das August Bebel Institut außerdem ein Begleitprogramm. (hs)

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