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TV-Tipps des Tages

11.05.2011 – Türkei, Griechenland, Hartz IV, Ausländer, Afghanistan

Die TV-Tipps des Tages sind: Alles wird gut in Afghanistan - oder? - Droht uns ein neuer Kampf der Kulturen? Das Recht des Stärkeren; Universitäten in Griechenland und in der Türkei

Von Mittwoch, 11.05.2011, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 08.05.2011, 12:04 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

alpha-Campus
Campus Europa: Universitäten in Griechenland und in der Türkei – Zwischen Orient und Okzident. alpha-campus, das Bildungsforum, vermittelt Wissen aktuell, kompakt und informativ. (16:00-16:30 • BR-alpha)

Das Recht des Stärkeren
Dokumentation (Politik – Wirtschafts-, Finanzpolitik) – „ZDFzoom“ heißt das neue wöchentliche Dokumentationsformat, das vom 11. Mai 2011 an immer mittwochs um 22.45 Uhr zu sehen sein wird – direkt nach dem „auslandsjournal“. Die Sendung will gesellschaftlich und politisch relevante Themen aufgreifen, auch mit investigativen Ansätzen. Dabei soll immer ein direkter Bezug zum Alltag der Zuschauer hergestellt werden.

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Den Auftakt macht die Dokumentation „Das Recht des Stärkeren“. Die Zeiten sind härter geworden für Arbeitnehmer in Deutschland. Menschen, die in das Berufsleben einsteigen, erhalten häufig nur befristete Verträge, die Zahl der „working poor“, derer, die trotz Vollzeitarbeit arm sind und zusätzlich Hartz IV beantragen müssen, steigt. Die 35-Stunden-Woche, eine zentrale Forderung der Gewerkschaftsbewegung in den Achtzigern und bis in die Neunziger hinein, scheint unerreichbar, heute arbeiten viele Arbeitnehmer wieder mehr als 40 Stunden in der Woche. Flexibilisierung und Deregulierung sind die Schlagworte der Arbeitgeber, hinter denen sich oft schlicht der Abbau von Arbeitnehmerrechten verbirgt.
Es gibt massive Angriffe auf die Errungenschaften der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung insgesamt. Seien es Löhne, geregelte Arbeitszeiten, Urlaubsansprüche, Weihnachtsgeld, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Bildung von Betriebsräten: Um ihre Ziele durchzusetzen, heuern Arbeitgeber dabei immer wieder skrupellose Anwaltskanzleien an, die sich darauf spezialisiert haben, „Unkündbare“ zu kündigen.

Unter Einsatz einer versteckten Kamera ist es Günter Wallraff nun gelungen, die dubiosen Praktiken skrupelloser Anwälte aufzudecken: In speziellen Arbeitgeber-Seminaren lassen sie die Maske fallen und verraten ihre Tricks, wie man „Unkündbare“ los wird: zum Beispiel, indem man einen Deal mit einem befreundeten Unternehmen macht, der einen Arbeitnehmer übernimmt. Auf diese Weise umgeht man den Kündigungsschutz langjähriger Mitarbeiter, und das neue Unternehmen kann einfach noch in der Probezeit kündigen. Auch beliebt: Man stellt dem Arbeitnehmer eine Falle und überwacht ihn unerlaubt durch Videoaufzeichnungen, die man im Nachhinein zum Augenzeugen-Bericht fingiert. Die Betroffenen dagegen leiden oft noch jahrelang seelisch und körperlich an den Folgen des brutalen Mobbings.

Zudem sucht Günter Wallraff Arbeitnehmer und Betriebsräte auf, die Opfer dieser bestürzenden Methoden geworden sind, spricht mit Arbeitsrechtlern, Betriebs-seelsorgern und Mobbing-Experten. Er konfrontiert Rechtsanwaltskammern und versucht zu ergründen, warum niemand dem Treiben der Anwälte Einhalt gebieten kann oder will. (22:45-23:30 • ZDF)

Horizonte
Alles wird gut in Afghanistan – oder? – Droht uns ein neuer Kampf der Kulturen? Moderation: Meinhard Schmidt- Degenhar.

Während Afghanistan weiterhin ein Pulverfass bleibt, fordern neue weltpolitische Krisenherde den Westen heraus. Die Aufstände in vielen arabischen Ländern gegen die Diktatoren bringen den Westen in ein Dilemma: Soll man intervenieren, um die Aufständischen zu unterstützen, oder könnte nach einem militärischen Eingreifen die prowestliche Stimmung unter der Bevölkerung rasch wieder kippen?

Westliche Soldaten in einem islamischen Land: Nach Afghanistan und Irak schien man im Westen vorsichtiger geworden zu sein. Denn allzu präsent ist in diesen Ländern noch das Bild der Westmächte, die den islamischen Ländern ihre Kultur aufzwingen wollen. Gerade Terrororganisationen wissen daraus Kapital zu schlagen. Mit Religion lassen sich Menschen mobilisieren. Zudem ist noch unklar, wer für wen und was kämpft und von welchen Motiven der Westen in diesem Konflikt wirklich geleitet ist.

Weiter im Blickfeld bleibt der Krisenherd Afghanistan, wo die Bundeswehr ihren Einsatz ausweitet, die Lage jedoch nicht wirklich besser geworden ist. Drohen die aktuellen Konflikte die Fronten zwischen islamischer und westlicher Welt zu verhärten? (05:20-05:50 • HR)

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