Kulturmittler

Interkulturelle Arbeit

Kulturmittler sollen in Unternehmen die Zusammenarbeit von Mitarbeitern mit unterschiedlichen Nationalitäten verbessern. ThyssenKrupp setzt sie ein. Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider hat sie ausgezeichnet.

Dienstag, 18.01.2011, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20.01.2011, 2:39 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) hat am Freitag „Kulturmittler“ bei der ThyssenKrupp Steel AG in Duisburg ausgezeichnet. Sie sollen die Zusammenarbeit von Mitarbeitern mit unterschiedlichen Nationalitäten verbessern. „Sprachprobleme und Vorurteile können zur gegenseitigen Ausgrenzung führen. Deshalb brauchen wir in Betrieben interkulturelle Arbeit, um Konflikte zu entschärfen“, sagte Schneider bei der Ehrung der ersten 15 Kulturmittler in dem Konzern. Weitere 16 sollen folgen.

In dem Duisburger Konzern werden die Kulturmittler im Rahmen des Projektes „Interkulturelles Handeln und Konfliktmanagement in den neuen Arbeitsstrukturen der Stahlindustrie“ ausgebildet. Mittler zwischen unterschiedlichen Kulturen gibt es auch in anderen Unternehmen der Stahlindustrie sowie in den Zuliefer- und Dienstleistungsbetrieben. Dabei soll es nicht bleiben. „Kulturmittler werden selbstverständlich auch in anderen Branchen sowie kleineren und mittleren Unternehmen gebraucht “, betonte Minister Schneider.

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Bei ThyssenKrupp in Duisburg sensibilisieren die Kulturmittler auch Führungskräfte, damit sie helfen, Konflikte zwischen den Mitarbeitern mit unterschiedlicher Herkunft und Kultur zu vermeiden“, betonte Minister Schneider. Unternehmen, in denen Beschäftigte mit Zuwanderungsgeschichte den betrieblichen Alltag durch ihre Erfahrungen ergänzen, gehörten zu den Gewinnern im Wettbewerb.

„Uns ist es wichtig, dass die Kulturmittler das Handwerkszeug für ihre Aufgabe erlernen und ihre interkulturellen Kompetenzen weiter entwickeln können. Dafür wollen wir Beschäftigte gewinnen und qualifizieren, um gegenseitigen Respekt zu fördern und bei Konflikten sehr früh zu vermitteln, bevor sich die Fronten verhärten“, erklärte Rolf Plake, Begleiter des Projekts bei ThyssenKrupp und Geschäftsführer der Wert.Arbeit GmbH. Annegret Finke vom Kulturmittlerverein e.V. Duisburg, sagte: „Wir freuen uns, dass die Kulturmittler mit hohem Engagement und Motivation bei der Sache sind.“ (eb)

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