Schneider fordert

Wirtschaft soll mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund ausbilden

Die Wirtschaft soll mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund ausbilden. Das fordert NRW-Integrationsminister Schneider. Es könne nicht sein, dass Migranten trotz gleichen Leistungen schlechtere Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben.

Dienstag, 07.02.2012, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 09.02.2012, 7:18 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Wirtschaft soll mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund ausbilden. Das forderte nordrhein-westfälische Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider (SPD), gestern (06.02.2012) in Köln beim Prüferkongress der Industrie- und Handelskammern im Rheinland. „Die Unternehmen beklagen unbesetzte Ausbildungsplätze, sehen aber oft nicht die besonderen Potenziale von jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“, so Schneider.

Untersuchungen hätten gezeigt, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund schlechtere Chancen auf eine Ausbildung haben, selbst wenn sie hinsichtlich Schulabschluss, Schulnoten und sozialer Herkunft die gleichen Voraussetzungen mitbringen wie ihre Altersgenossen ohne Migrationshintergrund, beklagte Minister Schneider. Hier müsse dringend ein Umdenken stattfinden.

In den Großstädten hätte mittlerweile die Hälfte der Jugendlichen einen Migrationshintergrund. „Sie sind die zukünftigen Träger unserer Stadtgesellschaften und ein Gewinn für die Unternehmen. Denn sie verfügen über Kompetenzen wie Mehrsprachigkeit und Erfahrungen im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen“, betonte der Minister und verwies auf das Integrations- und Teilhabegesetz, das in dieser Woche vom nordrhein-westfälischen Landtag verabschiedet werden soll.

Damit würden weitere Impulse zu einer besseren Integration der in NRW lebenden Migranten gegeben: beispielsweise durch die Einführung von Kommunalen Integrationszentren, eine bessere Förderung der Migrantenselbstorganisationen und Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung. (etb)

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