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Christine Lüders

„Wir brauchen bessere Datenlage zu Diskriminierung“

Die neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, will die Datenlage über Diskriminierung in Deutschland verbessern. "Als möglichen Nachweis vor Gericht oder auch in der Forschung brauchen wir dringend einheitliche und verlässliche Daten", sagte Lüders am Donnerstag in Berlin.

Freitag, 19.03.2010, 8:04 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 05.09.2010, 2:45 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die ADS suche daher im Dialog mit anderen Beratungsstellen nach Möglichkeiten, um Beratungsfälle anonymisiert und einheitlich zu erfassen und die an unterschiedlichen Stellen erhobenen Daten zu einer Gesamtstatistik zusammenzufassen. Die Dokumentation eines Fachgespräches hierzu vom 26. November 2009 ist ab sofort auch auf der Homepage www.antidiskriminierungsstelle.de abrufbar.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes war mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im August 2006 errichtet worden. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierungen wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

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Die Antidiskriminierungsstelle hatte das Fachgespräch „Standardisierte Datenerhebung zum Nachweis von Diskriminierung!?“ Ende November vergangenen Jahres ausgerichtet. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von städtischen und freien Antidiskriminierungsbüros, Betroffenenorganisationen, staatlichen Institutionen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wurden dabei Fragestellungen und Lösungsmöglichkeiten zu diesem Thema diskutiert.

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Die Ergebnisse dieses Fachgespräches fließen in eine Studie ein, die Lösungsansätze und Realisierungsmöglichkeiten einer einheitlichen Datenerhebung aufzeigen soll. „Diese Analyse wird voraussichtlich im Herbst vorgestellt“, kündigte die Leiterin der ADS an. Lüders unterstrich: „Wir wissen, dass bezüglich einer einheitlichen Datenerfassung auch Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Kategorienbildungen bestehen. Die ADS will daher Lösungsansätze in diesem Spannungsfeld erforschen.“

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