Türkische Presse Europa

10.03.2010 – Kopftuch, Anschlag, Kindergeld, Merkel

In der türkischsprachigen Presse in Europa vom Mittwoch verteidigt der Bundesinnenminister das Recht auf das Tragen eines Kopftuches. In Münster wurde das türkische Konsulat angegriffen. Das Nürnberger Finanzgericht urteilte über den Kindergeldanspruch im Ausland. Außerdem wird der Türkei-Besuch der Bundeskanzlerin angekündigt.

Donnerstag, 11.03.2010, 8:01 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 25.08.2010, 0:02 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

De Maiziere: Kopftuchträgerin könnte bei mir arbeiten
Die ZAMAN dokumentiert ein Interview des Bundesinnenministers Thomas de Maizieres in der FAZ, in der er sich auch zur Kopftuchproblematik äußert. Das aus Glaubensgründen auch im öffentlichen Dienst getragene Kopftuch könne nicht verboten werden, sagte de Maiziere. So jemand könne auch in seinem Ministerium arbeiten. Der Innenminister verwies auch daraufhin, dass der Druck auf andere Religionen auch den Druck auf das Christentum erhöhen werde. Das Kopftuch müsse man von der Burka unterscheiden, welches in Deutschland auch kaum getragen werde.

Münster: Angriff auf türkisches Konsulat
TÜRKIYE berichtet von einem Anschlag auf das türkische Generalkonsulat mit einem Molotow Cocktail. Der Brandsatz legte ein Feuer in dem Konsulatsgebäude. Die Feuerwehr konnte jedoch noch rechtzeitig eingreifen. Die Staatsanwaltschaft Münster geht von einem Anschlag der PKK aus.

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Kindergeldanspruch bei 3-monatigem Aufenthalt
Nach einem Bericht der TÜRKIYE entfällt bei einem Schulbesuch in der Türkei nicht automatisch der Kindergeldanspruch. So entschied das Finanzgericht Nürnberg. Für das Bestehen eines Kindergeldanspruch sei es ausreichend, wenn das Kind sich drei Monate in Deutschland aufhält. Dies gelte sowohl für die Schul- aber auch für die Studienzeit. In dem Fall vor Gericht habe es sich um einen 1984 geborenen türkischstämmigen Jugendlichen mit deutscher Staatsbürgerschaft gehandelt, der nun kurz vor seinem Studienabschluss stehe. Die Kindergeldkasse hatte die Zahlung des Kindergeldes im Juli 2006 eingestellt und auch Rückforderungen an die Familie gestellt.

Erschreckende Zahlen rechtsradikaler Gewalt
Die Zahl rechtsradikaler Gewalttaten sei auch im Jahr 2009 angestiegen, berichtet die SABAH. Alle 26 Minuten würde sich ein Verbrechen mit rechtsradikalem Hintergrund ereignen. Verglichen mit 2001 soll nach Angaben des BKA die Zahl der Gewalttaten auf das doppelte Angestiegen sein. Außerdem würden Umfragen zeigen, dass das Wählerpotential der NPD auf 4,2 Prozent gestiegen sei.

Zahl der akademischen Rückkehrer in die Türkei gestiegen
Die MILLIYET berichtet über die Studie des Instituts futureorg, wonach die Zahl  türkischstämmiger Akademiker, die nach dem Studium in die Türkei gegangen sind, auf die vierfache Zahl gestiegen ist. Die Zahl sei auf 5000 Auswanderer gestiegen.

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