Buchvorstellung

Türken-Sam – Eine deutsche Gangsterkarriere

Das Buch handelt von Gewalt und Verzweiflung, von Geld und dem Wunsch nach einem besseren Leben. Das Buch handelt von Freundschaft und Feindschaft, von Deutschenfeindlichkeit und Türkenfeindlichkeit. Es geht um Prinzipien und um den Tod. Das sind keine Worthülsen. Es ist die Wahrheit.

Von Bilkay Öney Donnerstag, 18.02.2010, 8:09 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 05.09.2010, 23:59 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Jung, männlich, Migrant – diese drei Worte stehen mittlerweile für ein Synonym in der Integrationsdebatte. Ein Synonym für eine Problemgruppe, die überproportional häufig in polizeilichen Kriminalstatistiken auftaucht. Studien, etwa die des Kriminologischen Forschungsinstituts in Niedersachsen, belegen dies. Medien greifen das Thema häufig auf. Man sucht nach Lösungen, denn die Angst geht um – die Angst vor jungen, männlichen, ausländischen Gewalttätern.

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Wie werden aus Babys Bestien? Diese Frage stellen sich nicht nur die Medien, sondern auch die Politik. Sie ist maßgeblich beteiligt an den Rahmenbedingungen: ob es die Familienpolitik ist, die Bildungspolitik, die Integrationspolitik oder die Justizpolitik. Die Politik gibt den politischen und gesellschaftlichen Rahmen vor, in denen Baby sich zu „Bestien“ entwickeln. Denn eines ist klar: Niemand wird als krimineller Gewalttäter geboren.

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Auf dem Weg in die kriminelle Karriere gibt es viele Etappen und Zwischenschritte. Diese gilt es zu beschreiben und zu analysieren. Es gilt, Verhaltensmuster frühzeitig zu erkennen, um präventiv wirken zu können und Schlimmeres zu vermeiden, denn „ist das Kind erst in den Brunnen gefallen …“, dieses Sprichwort gilt in vielen Ländern und in allen Kulturen.

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Wenig wissen wir über die, um die es häufig geht, die männlichen kriminellen Ausländer. Häufig verstecken sie ihr „wahres Ich“ hinter einer Macho-Fassade und einem auffällig rauen Umgang. In ihrer Welt gibt es nur zwei Alternativen: Entweder sie sind Opfer oder sie sind Täter. Viele entscheiden sich für das Letztere. Einige Faktoren kennen wir: schwieriges soziales Umfeld, eigene Gewalterfahrung in der Familie, Ausgrenzungserfahrungen in der Mehrheitsgesellschaft und Frust. Doch wie sieht der Weg in die Kriminalität konkret aus? In welchen Schritten erfolgt er? Und wo können wir einschreiten, um Schlimmeres zu verhindern? Was macht die Politik falsch? Was machen die Eltern falsch? Und was die Betroffenen?

Bestellung: Das Buch von Cem Gülay „Türken-Sam“ ist beim Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv) erschienen und kann bei Amazon bestellt werden.

Das Buch beschreibt auf sehr offene Weise, wie kriminelle Karrieren entstehen. Es ist ein sehr authentisches Buch über die Lebenswelt männlicher Migranten. Es beschreibt den Weg eines jungen Abiturienten aus Hamburg von der Hamburger Fußballauswahl über das Highschool-Jahr in den USA bis in das kriminelle Milieu Hamburgs. Das Buch handelt von Gewalt und Verzweiflung, von Geld und dem Wunsch nach einem besseren Leben. Das Buch handelt von Freundschaft und Feindschaft, von Deutschenfeindlichkeit und Türkenfeindlichkeit. Es geht um Prinzipien und um den Tod. Das sind keine Worthülsen. Es ist die Wahrheit.

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  1. cem gülay sagt:

    Ich darf meine Meinung auch sagen Petersen!Mölln und Solingen wohl vergessen!Damals in Ludwigshafen dass ist nicht koscher gelaufen.Erdogan durfte sich einiges erlauben,warum wohl?Wenn es ein klarer Fall von Stromklau war,warum dann Türkische Ermittler und danach die Zusage einiger Politiker,die Türkei gehöre in die Eu.Wir werden beide verrarscht Petersen.Wien schon so oft von der Politik

  2. Cem gülay sagt:

    Heute im Spiegel.wurde zugegeben,dass in den 60,70,80 und 90 die Politik,nie die Integration wollte.Was sagte ein Dregger.“Ein Ausländer wird niemals Mitbürger werden.“Endlich kommt die Wahrheit ans Licht.Ein grosses Verbrechen an alle in Deutschland.Deutsche wie Türken!

  3. Necmettin sagt:

    Hallo Cem,
    ich habe das Buch gelesen, es gibt da einige fragen die ich gerne an dich persönlich stellen würde, da ich der meinung bin, es sollte auch nicht alles erwähnt werden.
    Ich bin in Hamburg geb. habe irgendwann die Türkenfeindlichkeit gemerkt, ich bin erst 33 aber ich kann mich an die zeit sehr gut erinnern wo die deutschen uns auch mochten.
    Leider hat es sich so entwickelt, ich denke man kan an der sache nichts ändern, weil nicht nur die türken sonder die überzahl der Ausländer hier sich nicht anpassen und auch kein verständniss haben.
    Würde es eine möglichkeit geben, würde ich mich echt gerne mit dir persönlich unterhalten…
    Ich finde dein Buch klasse!
    Gruss Necmettin

  4. Ghostrider sagt:

    @Cem gülay

    Habe jetzt nur ein paar Kommentare von Ihnen gelesen. Alle Achtung ! Daumen hoch ! Das lässt schon erahnen, wie gut Ihr Buch sein muß, denn ich habe es noch nicht gelesen.

    Wäre vielleicht gut, wenn Sie dem Thilo Sarrazin eine Ausgabe schicken würden ;-)) Dieser Giftmixer hat schon genug Schaden in Deutschland angerichtet. Solchen Agitatoren ist es letztendlich zu verdanken, das der Fremdenhass in Deutschland immer wieder neu aufgemischt wird. Ich habe 2 Nationalitäten und bereue sie auch nicht. Ethnisch bin ich nur zu 25% deutsch. Habe schon als Kind in der 50er Jahren, den deutschen Fremdenhass kennengelernt. Ich kann daher auch fühlen, wie es Menschen geht, die heutzutage in Deutschland leben und keine Deutsche sind. Nur ist die Gesellschaft heutzutage noch rauer geworden.

    Vorurteile und Neid, sind für mich Fremdwörter. Und mit dieser Einstellung habe ich die halbe Welt bereist. Auch islamische Länder. Als Fremder habe ich Leute kennengelernt und als Freund fiel es mir schwer meine Fahrt fortzusetzen.

    Wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Buch und hören sie nicht auf die Sarrazins. Sie mögen wohl damit Geld verdienen, aber Sie vermitteln den Menschen dafür Eindrücke von unschätzbarem Wert. Und das ist auch das Geld wert ;-))

    Beste Grüße !

    Ghostrider

  5. PSG sagt:

    @Ghostrider
    http://www.youtube.com/results?search_query=Cem+G%C3%BClay+%C3%BCber+Thilo+Sarrazin+&aq=f4 (Video Nr.1)

    Abwarten, Ghostrider. Das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.