Türkische Presse Europa

13.02.2010 – Gebetsruf, Schächten, Auslandstürken

In der türkischsprachigen Presse vom Samstag wird über den Besuch des Rendsburger Bürgermeister in einer vieldiskutierten Moscheegemeinde berichtet. Der Bundesrat möchte das Schächten in Deutschland noch weiter erschweren und zur nächsten türkischen Parlamentswahl könnte es auch einen Wahlkampf in Deutschland geben.

Montag, 15.02.2010, 6:40 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 25.08.2010, 0:08 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Versöhnliche Töne in Rendsburg
ZAMAN, TÜRKIYE und SABAH berichten von dem Besuch des Rendsburger Bürgermeisters, Andreas Breitner, in der vor kurzem eröffneten Moschee der Islamischen Gemeinschaft Rendsburg. Vor zwei Wochen hatte die Moscheegemeinde die Genehmigung für den öffentlichen Gebetsruf erhalten. Bei dem Besuch sprachen der Bürgermeister und der Landesintegrationsbeauftragte Peter Lehnert mit dem Gemeindevorstand, um gemeinsame Integrationsprojekte anzustoßen. Der Bürgermeister versprach der Gemeinde seine Unterstützung für Integrationsmaßnahmen. Besonders im kulturellen und sozialen Bereich wolle man intensiv zusammenarbeiten. Besonders die Sprachförderung müsse angegangen werden.

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Schächten soll erschwert werden
Nach einem Bericht von SABAH und TÜRKIYE soll das Schächten in Deutschland noch weiter erschwert werden. So soll der Bundesrat auf Antrag von Hessen beschlossen haben, das Schächtverbot noch weiter zu verstärken, vor dem Opferfest jedoch sollen Ausnahmegenehmigungen erteilt werden.

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Türkische Abgeordnete aus Deutschland
Zur nächsten türkischen Parlamentswahl  könnten auch Abgeordnete in Deutschland antreten, davon berichtet die HÜRRIYET. Bei den derzeit laufenden Beratungen zum türkischen Wahlgesetz wird auch darüber diskutiert, im Ausland nehmenden Türken auch die Möglichkeit zu geben, für das türkische Parlament zu kandidieren. So sollen zehn Abgeordneten Plätze von im Ausland lebenden Türken besetzt werden.

Empfang in der Botschaft für Imame
Einem Beitrag der SABAH zu Folge, lud der deutsche Botschafter in Ankara, Dr. Eckard Cuntz, die nach Deutschland zu entsendenden Imame zu einem Empfang in die Deutsche Botschaft. Zugegen war dabei auch die Forschungsministerin Annette Schavan. Schavan wies darauf hin, dass die Imame eine Brücke zwischen Deutschland und der Türkei darstellen werden.

Streit um Report München Beitrag
Die ZAMAN berichtet über einen Streit zwischen dem Bayerischen Rundfunk und der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) wegen einer Report München Beitrags. Report München hatte der IGMG vorgeworfen, gewaltverherrlichende Inhalte in ihren Schulungsmaterialien zu nutzen. Die  IGMG soll nun Strafantrag gegen die Macher der Sendung gestellt haben.

Zahl der rechtsradikalen Straftaten ist gestiegen
Die Zahl der rechtsradikalen Straftaten ist auch im letzten Jahr gestiegen. So wurden im letzten Jahr 16 133 rechtsradikale Straftaten registriert. Dabei sollen 658 Personen verletzt worden sein. Experten gehen jedoch davon aus, dass die endgültige Zahl auf 22 Tausend ansteigen wird.

SPD als Integrationspartei
Der baden-württembergische SPD-Vorsitzende Nils Schmid hat die Bedeutung der Migration für seine Partei hervorgehoben. Die SPD müsse zu einer Integrationspartei werden und Migranten für sich gewinnen.

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